Donnerstag, 25. Juni 2015

★Rezension★ "NOX - Unten" von Yves Grevet



Titel: NOX - Unten
Autor: Yves Grevet
Verlag:  dtv
Erschienen am: 1. März 2015
Übersetzer: Stephanie Singh
Format: Broschiert
Seiten: 319
ISBN:  978-3-423-65012-0
Preis: 12.99 [D] | 12.99 [A]
Kaufen: bei dtv
Reihe: NOX | 1. Unten | 2. Anderswo




Es ist die Geschichte von zwei Welten: Die eine hell, schön und reich, die andere dunkel, hässlich und arm. Getrennt werden diese Welten durch NOX - eine Wolke, die kein Licht durchlässt. In der Unterstadt leben die Menschen in ewiger Dunkelheit und arbeiten um die Menschen Oben zu versorgen. Die Menschen in der Oberstadt leben hingegen über der dunklen Wolke und genießen die Sonne und den Reichtum – denn ihre Ressourcen bekommen sie aus der Welt unter NOX.
Und drei Jugendliche suchen ihren eigenen Weg in die Freiheit…
Lucen aus der Unterstadt, der die Ungerechtigkeit der getrennten Welten nicht mehr hinnehmen will.
Gerges, der sich in der Unterstadt der Miliz anschließt und bald zum Feind seines einst besten Freundes Lucen wird.
Und Ludmilla, das reiche Mädchen aus der Oberstadt, die sich für die Rechte der Unterstadt-Menschen einsetzen will.


Obwohl „NOX – Unten“ nicht das erste Buch ist, das die Thematik einer vertikal geteilten Welt aufgreift, so wird es doch auf eine eigene und spannende Art dargestellt. Die Bedingungen des Lebens von Lucen und Gerges in der Unterstadt waren so unvorstellbar, dass ich beeindruckt war, wie diese Menschen in völliger Dunkelheit (über)leben. Ich konnte mir nach und nach ein detailliertes und realistisches Bild aufbauen und die Atmosphäre des Buches zog mich in seinen Bann.

Besonderheiten:

Das Buch wird aus den Perspektiven von Lucen, Gerges und Ludmilla erzählt. Dabei hat jeder seinen eigenen Stil, seine eigenen Überzeugungen und Ziele. Das Besondere an diesem Buch ist, dass einige Situationen von mehr als einer Person erzählt werden. Zunächst musste ich mich daran gewöhnen, dass die gleiche Situation noch einmal erzählt wurde, aber schnell ist mir aufgefallen, dass diese gar nicht mal so gleich waren.

Dieser Perspektivenwechsel hat dazu geführt, dass ich zu jedem der Protagonisten eine Beziehung aufbauen konnte und die Beweggründe verstand.
Zu diesen sehr persönlichen Erzählweisen passt auch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist. So hatte ich das Gefühl live dabei zu sein und mit den Protagonisten alles in Echtzeit erleben zu dürfen.

Cover:

Ich finde das Cover ziemlich einfach gehalten. Bis heute kann ich mich nicht entscheiden ob ich es mag oder nicht. Eins ist für mich allerdings klar: Ihm fehlt das gewisse Etwas.
Mich erinnert es ein wenig an „alte“ Cover von Büchern, die ich in meiner Kindheit/ frühen Jugend gelesen habe (so um 2000 rum). Dieser gezeichnete Stil mit den gedeckten Farben passt nicht so recht zu den modernen Jugendbüchern, die man heutzutage in der Buchhandlung aus dem Regal zieht. Das ist für mich aber absolut keine negative Eigenschaft, löst bei mir aber das Gefühl aus, ein etwas älteres Buch in der Hand zu haben.


Mir hat das Buch gut gefallen, da ich die Nähe zu den Protagonisten sehr genossen habe. „NOX – Unten“ ist weniger ein Actionbuch als die Geschichte dreier Jugendliche, die versuchen aus ihrer Welt das Beste zu machen. Und so liest sich das Buch auch, da sich die Handlung langsam entwickelt und Zeit lässt mit der Welt und den Menschen vertraut zu werden.

„NOX – Unten“ ist der erste Band der neuen Reihe von Yves Grevet. 
Der zweite Band „NOX – Anderswo“ erscheint in Deutschland im September 2015.



Ich bedanke mich sehr beim dtv, der mir das Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

(Die Rechte am Cover liegen beim Verlag)

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