Donnerstag, 18. Juni 2015

★Rezension★ "Onkel Montagues Schauergeschichten" von Chris Priestley

Inhalt 


Onkel Montague ist ein komischer alter Kauz. Er lebt mit seinem Diener Franz in einem düsteren Haus mit einem Garten, der an einen Friedhof erinnert. Edgar besucht Onkel Montague jeden Tag, obwohl der Weg durch einen unheimlichen Wald führt. Aber Onkel Montague ist einfach der beste Geschichtenerzähler! Bei flackerndem Kaminfeuer erzählt er so Gruseliges, dass Edgar eine herrliche Gänsehaut über den Rücken läuft. Aber woher kennt Onkel Montague all die Geschichten, und ist es wirklich nur Zufall, dass Gegenstände, die in den Geschichten vorkommen, in seinem Haus zu finden sind?
(Quelle: Oetinger Verlag)

Meine Meinung… 


…zum Inhalt: 


Das kurze Büchlein hat 11 Kapitel, von denen bis auf den Anfang und das Ende jedes eine eigene kleine Schauergeschichte darstellt. Zusammen mit Edgar lauscht man gespannt den schaurig-gruseligen Geschichten, die sein Onkel erzählt. Dadurch, dass mit den Kapiteln auch die Geschichten enden, lässt es sich gut zwischendurch lesen. Abgesehen vom Humor erinnern die Schauergeschichten mit ihren grotesken und ungewöhnlichen Stimmungen ein wenig an die Addams Family. 
Die Geschichten selbst waren interessant und spannend zu lesen und boten schaurige Unterhaltung. Die anfangs recht zusammenhangslos erscheinenden Geschichten nehmen nach und nach Bezug auf die Gegenstände in Onkel Montagues Zimmer werden am Ende geschickt zusammengeführt. 

…zur Sprache: 


Sprachlich ist das Buch in einem etwas altmodischen Stil verfasst, wodurch die Stimmung stilistisch untermalt wird. Teilweise wurden Begriffe benutzt, die für 12-Jährige wahrscheinlich etwas unverständlich sein mögen. (Beispiele hierfür: changieren, Exzentrizitäten, grotesk,…). Vielleicht ist es sinnvoll, dass Eltern gemeinsam mit ihrem Kind dieses Buch lesen, damit solche Worte schnell erklärt werden können und den Lesefluss nicht beeinträchtigen. 

Fazit: 


"Onkel Montagues Schauergeschichten" bekommt von mir 4 Sterne.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Doch ich musste dafür von meiner gewohnten Lesezeit (kurz vorm Schlafengehen) abweichen, da mich die gruseligen Aspekte nachhaltig beschäftigt haben. Dazu muss ich aber zugeben, dass ich normalerweise keinen Horror lese oder gucke, deshalb mag es für andere über 20 weniger gruselig sein. 

Ich empfehle das Buch Kindern ab 12 Jahren und Erwachsenen, die sich gerne gruseln lassen. Eltern mit Kinder empfehle ich, das Buch zunächst selbst zu lesen um dann zu entscheiden, ob das eigene Kind die Geschichten versteht und verkraftet. Gegebenenfalls kann man auch gut einzelne Geschichten daraus vorlesen. 


 Meine Ausgabe des Buches ist bei „Bloomsbury Kinderbücher & Jugenbücher, Berlin“ als Hardcover erschienen. Diese Auflage ist aber nicht mehr im Handel erhällich. 

Die Neuauflage ist im Oktober 2014 beim Oetinger Verlag erschienen. 
 € 7,99 [D] | 223 Seiten | broschiert | Illustriert 
ISBN: 978-3-8415-0283-4 
Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011.

Die Bildrechte liegen beim Verlag.

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