Donnerstag, 27. August 2015

[Buch vs. Film] Margos Spuren


Vergangene Woche habe ich die Verfilmung des Buches "Margos Spuren" (Rezension), das ich sehr gerne mochte, angesehen.

Ich hatte viel Spaß beim Film, da er witzig und schön gemacht ist.

Wie es aber bei Buch-Film-Vergleichen oft kommt: Die Buchvorlage ist um einiges besser als der Film.

Während ich Cara Delevingne und Nat Wolff als Margo und Q gut besetzt fand, war der Rest nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprechend. Die Schauspieler waren gut und haben ihre Rollen auch authentisch verkörpert, nur waren mir die Gesichter der Schauspieler zu jung. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, dass diese ihren Abschluss an der Highschool machen würden.

Die Filmmacher haben sich in manchen Momenten pedantisch an die Buchvorlage gehalten und übernahmen bekannte und beliebte Zitate eins zu eins aus dem Buch. Doch die Handlung wurde größtenteils der Emotionalität und Spannung beraubt. Die Berg- und Talfahrt von Q's Gefühlen wurde nur ansatzweise, wenn nicht sogar gar nicht gezeigt. Auch der Racheakt von Margo am Anfang der Handlung wurde nur kurz und verändert angeschnitten.

Ebenso wurde der Roadtrip verändert, in dem eine Person daran teilnahm, die im Buch nicht mitgekommen ist und viele Witze auf der Reise wurden weggelassen.

Das Ende war für mich in die falsche Richtung verändert worden. Zwar bleibt der Ursprungsgedanke gleich, doch leider driftete das Ende in eine eher kitschige Richtung ab.

Fazit


Vieles im Film wurde des Charmes beraubt, der die Bücher von John Green ausmacht. John Green schafft interessante Protagonisten, die viele Probleme bewältigen müssen und trotzdem humorvoll und unterhaltsam agieren.

Meiner Meinung nach war die größte Schwäche des Filmes, dass sie Q nicht als Erzähler eingesetzt haben. Da das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man viel mehr an seinen Gedanken und Gefühlen teilnehmen. Das hat beim Film gefehlt.

Trotz allem war der Film unterhaltsam und ist es wert, gesehen zu werden. Jedoch hat der Film bei mir keinen nachbleibenden Eindruck hinterlassen.
Aus einer komplexeren, emotionalen Geschichte wurde ein typischer "Highschool-Coming-Of-Age-Film".

Sieger des Vergleiches: Buch
Filmbewertung: 3 Sterne, für eine interessante, aber seichte Unterhaltung.


Habt ihr das Buch gelesen und den Film geguckt? Was fandet ihr besser? 


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