Samstag, 22. August 2015

★Rezension★ "In 80 Tagen um die Welt " von Jules Verne

Inhalt 

In 80 Tagen um die Welt? Das ist unmöglich, denken viele. Und doch begibt sich der rätselhafte Phileas Fogg, der Inbegriff eines englischen Gentlemans, auf diese Reise, um zu beweisen, dass es möglich sei! Seine Bekannten im Reformclub Londons halten dagegen und so beginnt für den Engländer ein Wettlauf gegen die Zeit, um die Wette zu gewinnen. 
In Begleitung seines Dieners Passepartout muss Phileas Fogg viele Schwierigkeiten bewältigen, die ihn immer wieder vom Reiseplan abbringen. Werden sie es noch rechtzeitig wieder zurück nach London schaffen und allen beweisen, dass es doch möglich ist in 80 Tagen um die Welt zu reisen? 

Meine Meinung…


…zum Inhalt: 

Die Geschichte ist sehr packend geschrieben und so war ich bereits nach wenigen Seiten so in die Handlung eingetaucht, dass ich gar nicht aufhören wollte, zu lesen. Je weiter die Reise der Protagonisten voranschritt und umso mehr Schwierigkeiten sich ihnen in den Weg stellten, umso mehr fieberte ich mit den Reisenden mit und hoffte, dass sie es rechtzeitig zurück nach Hause schaffen würden. 
Jules Vernes Beschreibungen der Gesellschaft, Ländern und Technik ist realistisch und detailliert, sodass ich mir sehr gut vorstellen konnte, wie außergewöhnlich und schwierig solch eine Erdumrundung zu seiner Zeit war.  
Was ich wichtig finde, ist, dass Jules Verne die damalige Welt und die dort lebende Gesellschaft beschreibt, ohne eine Wertung oder eigene Meinung einfließen zu lassen. Er nimmt die Welt so, wie sie ist und nutzt sie als Schauplatz seiner Erzählung.

…zu den Protagonisten: 

Phileas Fogg, der die Reise um die Welt wegen einer Wette antritt, ist ruhig und mysteriös. Er möchte die Wette nicht des Geldes wegen gewinnen, sondern um zu beweisen, dass es möglich ist, die Welt in 80 Tagen zu umrunden. Im Laufe der Reise kommen verschiedene Seiten von ihm zu Tage, die ihn zu einem interessanten Charakter machen.

Passepartout, sein Diener, ist Franzose und äußerst ängstlich und hektisch. Dazu kommt, dass er auch etwas schusselig ist, was nicht nur einmal dazu führt, dass Probleme während der Reise entstehen. Er ist aber ein äußert liebenswürdiger Charakter und ist mir bereits am Anfang sehr sympathisch gewesen.

Dazu kommt noch Fix, ein Ermittler, der meint, in Phileas Fogg den Bankräuber zu finden, der kurz vor dessen Abfahrt der Bank eine große Menge an Geld entwendet hat. Um den vermeintlichen Dieb nicht aus den Augen zu verlieren, nimmt Fix unfreiwillig an der Weltreise teil.


...zur Illustration: 

Ich bin ein Fan von Robert Ingpen! Seine Illustrationen sind hinreißend und wunderschön. Detailliert und in passendem Umfang sind die einzelnen Etappen der Reise illustriert. Dabei drängen die Bilder nicht die eigenen Vorstellungen weg, sondern ergänzen diese passend.

Fazit


Ein Klassiker bester Güte! Von mir gibt es dementsprechend 5 Sterne und eine ganz klare Empfehlung für „In 80 Tagen um die Welt“ für alle Altersgruppen.
Die Geschichte eignet sich hervorragend, um einen Eindruck der damaligen Verhältnisse zu bekommen und eine sehr unterhaltsame Abenteuergeschichte zu lesen, wie sie nur zu der Zeit entstehen konnte.

Auch für Kinder ist das Buch bestens geeignet. Sowohl für Jüngere zum Vorlesen, als auch für ältere zum Selbstlesen. Das Buch ist spannend - ob die Reisemöglichkeiten nun aktuell sind oder nicht, spielt dabei keine Rolle.


Jules Verne hat mit diesem Buch Universalliteratur geschaffen, die jedem etwas bietet. 




Erschienen am 22. August 2012 bei Knesebeck
€ 24,95 [D] | 25,70 [A] | sFr 37,90
Gebunden | 224 Seiten | Illustriert von Robert Ingpen
ISBN 978-3-86873-491-1
*Hier* kommt ihr zur Buchseite des Verlages

(Coverrechte und der Illustrationen liegen
beim Verlag und dem Illustrator)
Tiny Hedgehog

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