Sonntag, 25. Oktober 2015

★Rezension★ "Einstein's Dreams - Und immer wieder die Zeit" von Alan Lightman



Titel: Einstein's Dreams - Und immer wieder die Zeit
Autor: Alan Lightman
Verlag: Droemer
Erschienen am: 1. Oktober 2015 (Neuauflage) | 1994 bei Hoffmann und Campe (deutsche Erstausgabe)
Übersetzer: Friedrich Griese
Format: Hardcover
Seiten: 188
ISBN: 978-3-426-30493-8
Preis: 12,00 €
Kaufen: bei Droemer


Frühjahr 1905: Der junge Albert Einstein sitzt erschöpft an seinem Schreibtisch im Berner Patentamt. In den Händen hält er zwanzig Seiten mit seiner neuen Theorie der Zeit, der Relativitätstheorie. Immer wieder fallen ihm die Augen zu, der Kopf sinkt auf die Tischplatte – und er beginnt zu träumen: von Welten, in denen die Zeit stillsteht, langsamer fließt, springt oder rückwärts läuft. Auf dreißig Traumreisen durch die Zeit nimmt uns das Genie Einstein mit. Jede Reise der geistreiche Entwurf einer faszinierend anderen Welt.
(Quelle: Droemer Verlag)


Das Buch enthält viele kreative, kurze Geschichten über die Zeit, bzw. über Welten, in denen die Zeit verschieden verläuft. Jedes Kapitel umfasst nur wenige Seiten und entführt den Leser in die vielfältigen Welten der Zeit.
Die einzelnen Geschichten sind von der Art sehr unterschiedlich. Einige stellen das dar, was wir als Wahrheit kennen. Dann gibt es viele, die sehr kreativ und durchdacht sind, aber auch einige, die ich recht absurd und wirr fand.

Um die Zusammenhänge zwischen Traum und unserer Realität zu erkennen, sollte man ein wenig Grundwissen von Physik und unserer Definition von Zeit haben, die von Einstein geprägt wurde. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Buch auch ohne Grundwissen interessant zu lesen ist.
Die Geschichten bzw. Träume sind kleine philosophische Auseinandersetzungen, die verschiedenste Perspektiven vom Verständnis der Zeit zeigen.

Das Buch eignet sich hervorragend dazu immer wieder einzelne Kapitel zu lesen. Bei einigen Kapiteln sollte man sich die Zeit nehmen und kurz darüber nachdenken, um die vorgestellte Weltkonstruktion zu Genüge verstehen zu können.

Alan Lightmans fiktives Werk bettet Einsteins „Träume“ in eine „reale“ Geschichte. Diese wird in wenigen Kapiteln im Laufe des Buches angerissen und zeigt kurze Einblicke in Einsteins Leben. Meiner Meinung nach hätten diese Kapitel, die mit „Zwischenspiel“ benannt sind, mehr und aktiver eingebracht werden können. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen die reale Handlung nur am Anfang des Buches zu erzählen.

Cover: 
Ehrlich gesagt hat mich das Buch zunächst durch sein Äußeres interessiert. Als ich dann sah, dass es zudem um Einstein und seine Theorien handelt, war ich überzeugt, dass ich das Buch lesen muss. Ich möchte dem Verlag an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen, da sie einem eher wissenschaftlichen Buch ein so ansprechendes Äußeres verliehen haben.


„Einstein’s Dreams – Und immer wieder die Zeit“ ist eine interessante, anregende Lektüre für Zwischendurch. Die vielen Gedankenspiele eignen sich hervorragend um immer wieder darin zu schmökern. Die Geschichten kann man zudem alle voneinander unabhängig lesen.

Ich habe das Buch an einem Stück gelesen, jedoch kann diese Vorgehensweise nicht empfehlen. Am besten genießt man das Buch mit seinen kleinen Geschichten in kurzen Abschnitten.
Einen Stern Abzug bekommt das Buch für die wenigen nicht ganz verständlichen und wirren Geschichten.

Das Buch ist lohnenswert für Liebhaber der Physik, Einstein und philosophischer Gedankenspiele. Ich empfehle, die Leseprobe zu lesen, damit man entscheiden kann, ob einem diese Art von Buch und Geschichten zusagt.


Ich bedanke mich beim Verlag für das kostenfreie Exemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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