Mittwoch, 28. Oktober 2015

★Rezension★ "NOX - Anderswo" von Yves Grevet



Titel: NOX - Anderswo
Autor: Yves Grevet
Verlag: dtv Reihe Hanser
Erschienen am: 21. August 2015
Übersetzer: Stephanie Singh
Format: Taschenbuch/Broschiert
Seiten: 332
ISBN: 978-3-423-65017-5
Preis: 14.95 [D] 15.40 [A]
Kaufen: bei dtv
Reihe: NOX | 1. Unten (Rezension) | 2. Anderswo


Achtung! Dies ist der zweite Teil und enthält möglicherweise Spoiler zu Teil 1!

Aufgewachsen in der Unterstadt, getrennt vom Sonnenlicht durch die dichte Wolke der Nox, waren Lucen und Gerges einst beste Freunde. Doch Gerges΄ Mutter kam bei einem Bombenattentat ums Leben. Gerges macht Lucen für den Angriff verantwortlich und kennt seitdem nur eins: Rache an seinem alten Freund.

Selbst als Lucen zu sechsmonatiger Zwangsarbeit in den Silos der verseuchten Wälder und zum anschließenden Tod verurteilt wird, bleibt Gerges voller Groll. Dieser steigert sich ins Unermessliche, nachdem er von Lucens geglückter Flucht in die Oberstadt erfährt.

Wird es Lucen etwa gelingen, dort seine Freundin und das gemeinsame Kind zu finden? Wird Ludmilla, das reiche Mädchen aus der Oberstadt, dem Flüchtigen helfen? Und was bedeutet der Brief, der Lucens angebliche Unschuld beweist?
(Quelle: dtv)


In „NOX – Anderswo“ setz die Handlung direkt nach dem Ende des ersten Buches ein. Es stößt dabei eine neue Erzählerin dazu: Firmie, die schwangere Frau des im ersten Buch verurteilten Lucen. So sind nun viele verschiedene Perspektiven der Handlung vorhanden und man bekommt einen umfassenden Blick auf die Handlungen.

Wie auch im ersten Buch „NOX – Unten“ fällt der ungewöhnliche Schreibstil des französischen Autors auf. Die Geschichte wird durchgehend im Präsens erzählt, was einerseits die Ich-Perspektive unterstützt und die Nähe und Aktualität der Handlung unterstreicht.

Obwohl man durch die Erzählung aus der ersten Person nah am Geschehen ist, habe ich mich dennoch eher wie ein passiver Beobachter gefühlt. Trotz der Tatsache, dass die Charaktere interessant und vielfältig gestaltet sind, fehlten mir die Nähe und die Sympathie zu ihnen.

Die Handlung des Buches ist durchgehend spannend und findet immer wieder überraschende neue Wege. Oftmals dachte ich, dass eine Situation sich schon gelöst hatte als wieder Schwierigkeiten auftauchten und den Charakteren Ausdauer und Kreativität abverlangte.

Cover: 

Leider sagen mir die deutschen Cover der NOX-Reihe nicht sehr zu. Sie sind zu nichtssagend und etwas zu „alt“ gestaltet. Die französischen Originalcover sind äußerst interessant und hätten im Buchladen meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. (Falls ihr meinen Vergleich dazu sehen wollt, könnt ihr das in >diesem< Beitrag machen)


„NOX – Anderswo“ bleibt dem Schema des Vorgängers treu und erzählt die Geschichte um das Streben nach Freiheit, um Gerechtigkeit und auch um Verrat. Meiner Meinung nach bietet das zweite Buch der Reihe eine überraschendere und ereignisreichere Handlung.

Für mich fehlt das gewisse Etwas, damit das Buch 5 Sterne bekommen könnte.

Wer eine etwas andere Dystopie lesen möchte, die einen ungewöhnlichen Stil verfolgt und von den gewohnten Pfaden des sehr von amerikanischen Autoren geprägten Genres abweicht, sollte diesem Buch eine Chance geben. Hinter dem nicht sehr spannendem Cover steckt eine ungewöhnliche Geschichte. 

Mit „NOX – Anderswo“ ist die Reihe um NOX abgeschlossen. Es sind keine weiteren Bücher in Planung, wie auch der Epilog vermuten lässt, der zeigt, wie es den Protagonisten viele Jahre später ergangen ist.

Der Autor:
Der Franzose Yves Grevet ist vor allem durch seine Jugenddystopie „Méto“ international bekannt geworden. Die Trilogie besteht aus „Méto – Das Haus“, „Méto – Die Insel“ und „Méto – Die Welt“.


(Die Coverrechte liegen beim Verlag)

Kommentare:

  1. Huhu liebe Lena! (:

    Ich wusste gar nicht das es bereits einen zweiten Teil gibt! :D
    Den ersten fand ich nämlich wirklich sehr spannend, besonders dass das Thema Umwelt so gut behandelt wurde. Und nun hast du mich mit deiner Rezension auch schon super neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Das muss jetzt auf jeden Fall auf meine Wunschliste. ;)

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Hey Jasi,
      Freut mich, dass dir meine Rezension zusagt :)
      Ich finde es wirklich schade an der Dilogie, dass sie aufgrund des Covers oft "verschmäht" wird.
      Ich werde mir demnächst mal "Méto - Das Haus" durchlesen, Yves Grevets andere dystopische Trilogie. Ich finde er hat einen ganz besonderen Stil. Außerdem ist es spannend auch mal andere Literatur als amerikanisch/englische und deutsche zu lesen. Leider mache ich das viel zu selten!

      Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag :)

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