Sonntag, 11. Oktober 2015

★Rezension★ "Seide und Schwert" von Kai Meyer


Titel: Seide und Schwert
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
Erschienen am: Juni 2006 (Hardcover)
Format: Taschenbuch
Seiten: 416
ISBN: 978-3-551-35913-1
Preis: [D] 9,99 € | [A] 10,30 €
Kaufen: im Carlsen Online-Shop
Reihe: Wolkenvolk-Trilogie | 1. Seide und Schwert | 2. Lanze und Licht | 3. Drache und Diamant 


1760 n.Chr.: Niccolo ist ein Angehöriger des Wolkenvolkes, eine Gruppe von Menschen, die in einer Stadt auf Wolken leben. Eines Tages hören die Ätherpumpen, die die Wolken unter den Füßen der Bewohner verfestigen, auf zu arbeiten. Um den Äther zu beschaffen, wird Niccolo auf die Erdoberfläche geschickt um die Drachen zu finden, die diesen ausatmen.
Auf dem Weg begegnet er unter anderem Nugua, einem Mädchen, das bei den Drachen aufgewachsen ist. Doch eines Tages sind sie einfach verschwunden und Nugua sucht seitdem nach ihrer außergewöhnlichen Familie. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche und lernen dabei neue Leute kennen und müssen viele Abenteuer bestehen.



Was mich an dem Buch fasziniert hat, ist die interessante Mischung aus italienischer Wissenschaft à la Da Vinci und der chinesischen Kultur und Mythologie. Auf der einen Seite steht Niccolo, der sein Leben lang in einer Wolkenstadt mit von Da Vinci entwickelter Wissenschaft ohne Kontakt zur Erde gelebt hat. Auf der anderen Seite hingegen steht das Mädchen Nugua, das als Säugling von Drachen aufgenommen und von ihnen erzogen wurde. Diese außergewöhnliche Kombination von Kultur verleiht dem Buch einen interessanten Hintergrund, der spannend zu erforschen ist.
„Seide und Schwert“ spielt also gekonnt mit phantastischen Elementen und Sagen und bettet diese in eine uns bekannte Welt.

Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich immer einen Zeichentrickfilm vor Augen, wie z.B. „Chihiros Reise ins Zauberland“. Auch eine Bekannte von mir berichtete mir ähnliche Gedanken beim Lesen des Buches. Ein interessanter Aspekt, der Kinder und Jugendliche ansprechen könnte und diese die Handlung klarer vor Augen sehen lässt.

…zur Sprache: 

Auch in diesem Buch hat mich Kai Meyer mit seinem Schreibstil überzeugt. Obwohl es keine außergewöhnliche, sondern eher eine alltägliche und einfache Sprache ist, wirkt jeder Satz in dem Buch durchdacht und gut platziert. Die Sprache ist zwar einfach gehalten, wirkt aber nicht zu kindlich oder gewollt jugendlich, was das Buch auch für jung gebliebene Erwachsene interessant und ansprechend macht.


„Seide und Schwert“ ist ein vielversprechender Auftakt der „Wolkenvolk“-Trilogie. Ich hoffe, dass die zwei Folgebände mehr Licht ins Dunkeln der Rätsel bringen. Ich bin da aber recht zuversichtlich, da Kai Meyer mich bisher nicht enttäuscht hat.

Das Buch würde ich Kindern und Jugendlichen empfehlen, die gerne in phantastische Bücher eintauchen, deren Handlung nicht in fernen Welten, sondern an realen Orten spielt und die Grenze zwischen Realität und Fiktion gekonnt übertritt.



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