Donnerstag, 5. November 2015

★Rezension★ "Der Marsianer" von Andy Weir



Titel: Der Marsianer
Autor: Andy Weir
Verlag: Heyne 
Erschienen am: 13. Oktober 2014
Übersetzer: Jürgen Langowski
Format: Broschur
Seiten: 512
ISBN: 978-3-453-31583-9
Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50
Kaufen: bei Heyne


Mark Watney ist Mitglied der „Ares 3“-Mission, die als dritte bemannte Gruppe auf dem Mars landen und diesen erforschen soll. Doch bereits nach wenigen Tagen auf dem Mars bricht ein starker Sturm über sie hinein und die Mission wird abgebrochen.

Auf dem Weg zum Transport-Shuttle, das die Crew in die Marsumlaufbahn zum Raumschiff bringen soll, wird Watney getroffen und die Crew verlässt den Planeten ohne ihn, da sie ihn für tot halten.

Doch Mark Watney hat überlebt! Und es beginnt ein Überlebenskampf auf einem toten Planeten und die nächste bemannte Mission erreicht den Mars erst in vier Jahren…


Der auf dem Mars gestrandete Austronaut Mark Watney führt Logbucheinträge, in denen er berichtet, was ihm bei seinem Aufenthalt alles passiert. Er ist ein cooler, humorvoller und kreativer Mensch, den man sich lebhaft vorstellen kann.

Die Situation, mit der er umgehen muss ist ungewöhnlich und äußerst gefährlich. Er geht jedoch mit Zuversicht an die auftretenden Probleme heran und ist sehr motiviert alle erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen, um sein Überleben auf dem Mars zu sichern.

Diese Ausgangssituation, ein Mensch alleine auf dem Mars, ist schon Grund genug, dass eine große Spannung aufgebaut wird. Die extremen Umweltbedingungen des Mars stellen ein großes Problem dar, da schon der kleinste Fehler den Tod bedeuten kann. Gemeinsam mit Mark Watney durchläuft der Leser verschiedenste Emotionen: Freude bei Erfolgen, Angst bei dem Gedanken an die extremen Lebensbedingungen, Wut und Verzweiflung bei misslungenen Experimenten.

In „Der Marsianer“ werden viele wissenschaftliche Vorgänge dargestellt, die notwendig sind, damit Watney überleben kann. Solche Beschreibungen können im Buch lange Passagen füllen, was beim Lesen etwas ermüdend wirken kann.

Doch keine Angst vor der Wissenschaft! Andy Weirs Protagonist erklärt die vielen Vorgänge nämlich mit viel Humor und sehr grundlegend, sodass kein besonderes Vorwissen notwendig ist um die Handlung zu verstehen. Mark Watneys Erklärungen sind gut nachvollziehbar und greifen teilweise auf Schulwissen zurück.

Größtenteils erlebt man die Geschichte aus Watneys Sicht auf dem Mars. Es gibt aber auch Kapitel, in denen verantwortliche NASA-Crew auf der Erde gezeigt wird. Mit ihnen habe ich auch sehr gezittert, als sie versucht haben, Mark Watney zu helfen und immer wieder Schwierigkeiten aller Art aus dem Weg räumen mussten.


Ich kann „Der Marsianer“ sehr empfehlen! Das Buch hatte mich bereits nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen und sogar in der Zeit wenn ich gerade nicht gelesen habe, waren meine Gedanken bei Mark Watney und ich überlegte, wie die auftretenden Probleme gelöst werden können und was für Schwierigkeiten noch bevorstehen.

Die Handlung ist sehr realistisch beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte, live auf dem Mars dabei gewesen zu sein, als Mark Watney dort um sein Überleben kämpfte.

Mit gut 500 Seiten ist das Buch zwar umfangreich, wegen der Spannung und des sehr witzigen und sarkastischen Protagonisten ist es jedoch sehr gut zu lesen.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne und sogar einen Platz unter meinen Lieblingsbüchern, da es mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte.

Eine Einschränkung möchte ich aber noch meiner Empfehlung hinzufügen: Aufgrund der vielen wissenschaftlichen und technischen Beschreibungen könnte es für Laien schwierig sein, das alles zu verstehen. Für die Handlung ist das Verständnis aber nicht dringend notwendig.

Wenn ihr Science-Fiction mögt und eine packende und erschreckend realistische Geschichte lesen wollt, solltet ihr unbedingt zu Andy Weirs „Der Marsianer“ greifen!




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