Montag, 9. November 2015

★Rezension★ "Rehab" von Ralf Wolfstädter


Titel: Rehab
Autor: Ralf Wolfstädter
Verlag: Knaur eBook
Erschienen am: 22. Oktober 2015
Format: eBook
Seiten: 200
ISBN: 978-3-426-43749-0
Preis: 3,99 €
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Reihe: Hamburg Rain 2084 | 0. Der schwarze Regen | 1. V2 | 2. Sundown | 3. Rehab | 4. Zerfall | 5. Risse im Fundament | 6. Die Seuche



Als Daniel Arzberger aus der Bewusstlosigkeit erwacht, stürzt sein Leben in einen Abgrund. Seine Hände blutverschmiert, seine Erinnerung ein schwarzes Loch. Neben ihm eine tote Frau, im Hintergrund die bedrohlichen Rufe eines Polizeibeamten. Doch was Daniel erst später klar wird: sein Leben änderte sich nicht in diesem Moment, es hatte sich bereits Wochen zuvor geändert und zwar radikaler, als es dieses Ereignis vermuten ließ. Des Mordes angeklagt, flieht er aus dem Gefängnis und begibt sich auf die Suche nach Antworten, die seine Unschuld beweisen sollen – doch eine Entdeckung, die Daniel auf seiner Suche macht, treibt ihn an den Rand des Wahnsinns, denn sie stellt sein gesamtes Dasein in Frage.
(Quelle: Knaur Verlag)


Das Buch beginnt mit einer intensiven und dramatischen Szene: Der Protagonist wacht ohne Erinnerungen an seine Vergangenheit auf und bekommt einen Auftrag, von dem das Wohl der ganzen Stadt abhängt. 

Diese Ausgangssituation ist bereits aus diversen Filmen und Büchern bekannt, büßt dadurch aber nicht an Spannung ein. Die Handlung ist fesselnd und hat mich immer wieder zum Weiterlesen motiviert. Nach und nach fügt sich das Puzzle um Daniels Identität zusammen. Ich hatte relativ schnell eine Vermutung, wer Daniel ist und welche Rolle er spielt. Dennoch habe ich die Handlung mit viel Interesse verfolgt und begleitete den Protagonisten auf seiner Suche nach der Wahrheit. 

In „Rehab“ werden viele verschiedene Ebenen vom fiktiv-futuristischem Hamburg zum Schauplatz der Handlung. Das Konzept der Stadt, die aus Ebenen aufgebaut ist, spricht mich sehr an, daher war ich sehr froh, in diesem Buch so viel davon geboten zu bekommen. Ich kann mir die Stadt und die beschriebenen Handlungsorte gut vorstellen. Mir gefallen auch die Bezüge zu realen Orten in Hamburg. 

Das Ende des Buches ist jedoch etwas abrupt. Das Finale wird gewissermaßen übersprungen. Wie auch in den bisher erschienen Büchern der Reihe begleitet man die Protagonisten bis zu einer großen „Konfrontation“. Diese bekommt man aber als Leser nur teilweise mit. Anschließend wird in einer Art Epilog angedeutet, wie dieser Konflikt ausgegangen ist. 

Zur Sprache: 

Ralf Wolfstädters Schreibstil ist angenehm und anschaulich. Er passt zur Geschichte und stellt die dort dargestellte Welt dar, ist aber weder niveaulos noch zu umgangssprachlich. 


„Rehab“ ist ereignisreich und packend. Deshalb empfehle ich es gerne weiter. Der Autor zeigt die Stadt aus verschiedenen Winkeln und gibt dem Leser so einen guten Einblick in den Aufbau der futuristischen Stadt. Dies verbindet er mit einer packenden Handlung um die Suche nach der Identität des Protagonisten. Lediglich das Ende hätte gern etwas mehr ausgeführt werden können.


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

(Coverrechte liegen beim Verlag)

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