Sonntag, 27. Dezember 2015

★Rezension★ "Red Rising" von Pierce Brown



Titel: Red Rising
Autor: Pierce Brown
Verlag: Heyne
Erschienen am: 14. August 2015
Übersetzer: Bernhard Kempen
Format: Klappenbroschur
Seiten: 576
ISBN: 978-3-453-53441-4
Preis: € 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90
Kaufen: bei Heyne | Amazon | Thalia | Heymann
Reihe: Red Rising | 1. Red Rising | 2. Im Haus der Feinde | 3. Tag der Entscheidung



Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …

(Quelle: Heyne)

Zunächst begleitet man den 16-Jährigen Protagonisten Darrow, der in den Tiefen des Mars in den Minen arbeitet. Er wird von den Söhnen des Ares, einer Rebellengruppe, an die Marsoberfläche gebracht, damit er sieht, wie sein Volk die ganze Zeit belogen wird. Darrow wird daraufhin in das Institut der Goldenen Oberschicht eingeschleust. Dort soll er einer von ihnen werden und anschließend hohe politischen Positionen einnehmen, damit er die Rebellion von dort aus starten kann. 

Darrow ist ein spannender und abwechslungsreicher Charakter. Er kommt aus der niedrigsten Kaste und wird in die Höchste (mit übermenschlichen Kräften) eingeschleust. Er trägt die Wut des Unterdrückten in sich und will seine neue Macht für die Rebellion nutzen. Er ist aber auch ein Mensch, der liebt und der seine große Liebe verloren hat. Er muss einen Weg finden, seinen Plan umzusetzen, aber dennoch Genugtuung zu bekommen. Er ist zudem ein sehr impulsiver und rachsüchtiger Mensch. 
Seine Entwicklung ist sehr interessant und anschaulich beschrieben. Er lernt aus seinen Fehlern und entwickelt sich auch im Sinne der Ausbildung weiter, obwohl er eigentlich genau gegen diese Leute kämpfen will. Darrows Werdegang schwankt kontinuierlich zwischen Spiel und Realität. Was eigentlich nur eine Ausbildung ist, wird zum bitteren Ernst.

In dem Institut der Goldenen müssen die Schüler lernen, eine Gesellschaft aufzubauen. Diese Ansätze und Gedankengänge sind interessant beschrieben und erklären, warum bestimmte Hierarchien und Gesellschaftsstrukturen erfolgreich sind. Somit werden auch dem Leser deren Vor- und Nachteile dargeboten. Wie auch der Protagonist, fing ich während des Lesens an, mir Gedanken über die Richtigkeit der Strukturen zu machen. 

Die Kämpfe und Selbstjustiz der Schüler in „Red Rising“ sind für ein Jugendbuch vielleicht zum Teil sehr schonungslos beschrieben. Dementsprechend würde ich eine Empfehlung für über 14-Jährige aussprechen. 
In den Klappen findet sich eine Karte des Instituts


Ein faszinierender Mix aus „Die Tribute von Panem“, „Percy Jackson“, dem Spiel „Capture the Flag“ und all das auf dem Mars! Pierce Brown hat sich bekannter und bereits erfolgreicher Motive bedient und diese auf den Mars verfrachtet. Gekonnt verbindet er diese bekannten Themen und schafft ein Werk, welches aufregende Unterhaltung bietet, die in erster Linie an Jugendliche gerichtet ist, aber auch für Ältere interessant sein dürfte.

Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und welche Rückschläge und Erfolge Darrow erfahren musste. Bis zur letzten Seite blieb es spannend, sodass ich direkt danach die im Buch enthaltene Leseprobe des zweiten Buches gelesen habe, die vom Spannungsbogen direkt an das erste Buch anknüpft. 
Enttäuscht musste ich aber feststellen, dass das zweite Buch erst im Juni 2016 erscheint. Das dritte Buch erscheint allerdings kurz darauf im September, sodass man zumindest dann nicht mehr lange auf das Finale warten muss. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergeht. 

Ich bedanke mich beim Verlag für das kostenfreie Exemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

(Rechte am Cover und an der Illustration
liegen beim Verlag. Foto wurde von mir gemacht)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen