Freitag, 27. November 2015

{Comparing Covers} #11 "Anna and the French Kiss"

Gestern Abend habe ich das schöne Jugendbuch mit der wunderbaren Liebesgeschichte beendet und vergleiche nun heute das englische und das deutsche Cover.

"Comparing Covers" wurde von Saras etwas andere Bücherwelt vorgestellt, die auf ihrem Blog auch jede Woche daran teilnimmt. Die Beschreibung dazu könnt ihr auf ihrem Blog und in meinem ersten Eintrag nachlesen.


"Anna and the French Kiss" von Stephanie Perkins


Englisch (alt) | Englisch (neu) | Deutsch

Direkt vorweg kann ich sagen, dass mir das neue englische Cover am besten gefällt. Ich mag die große Schrift, den rosa-romantischen Hintergrund und den im Hintergrund sichtbaren Eiffelturm. 
Das Cover ist schlicht und zeigt trotzdem gleich, dass es sich hierbei um eine Teenie-Liebesgeschichte handelt. 
Das deutsche Cover ist wohl an das alte englische Cover angelehnt, da beide den Eifelturm, die Bank und ein Mädchen beinhalten. Allerdings sagt mir auch hier das englische Cover mehr zu. Man sieht weniger von dem Mädchen und es nicht so ganz offentsichtlich als Teenie-Romanze zu erkennen. Ich bin generell auch kein Fan von Personen auf dem Cover, denn in den öftesten Fällen, wie bei diesem Buch, entspricht meine Vorstellung der Charaktere nicht den abgebildeten Personen. 

Sieger: neue englische Ausgabe

(Die Coverrechte liegen bei den entsprechenden Verlagen. 
Per Klick auf die Bilder kommt ihr zur Bildquelle.)

Mittwoch, 25. November 2015

★Rezension★ "Zerfall" von Thomas Zeller



Titel: Zerfall
Autor: Thomas Zeller
Verlag: Knaur eBook
Erschienen am: 10. November 2015
Format: eBook
Seiten: 200
ISBN: 978-3-426-43750-6
Preis: 3,99 €
Kaufen: bei Knaur | Amazon | Heymann | Thalia
Reihe: Hamburg Rain 2084 | 0. Der schwarze Regen1. V2 | 2. Sundown | 3. Rehab | 4. Zerfall | 5. Risse im Fundament | 6. Die Seuche



An seinem ersten Tag als Elektriker entdeckt Robert Montero zusammen mit seiner Kollegin Gabriela Dischinger bei einer Routineuntersuchung ein seltsames Kabel, das von einem Windgenerator Strom abzweigt und an der äußeren Gebäudewand senkrecht nach unten verläuft. Zunächst deutet alles auf einen harmlosen Energiediebstahl hin, doch als er kurz darauf seine Kollegin mit zertrümmertem Schädel zu Hause vorfindet, ist klar, dass sich mehr dahinter verbergen muss. Bürgermeister van Dycken schickt Robert in die unteren Ebenen um den Ursprung des Kabels zu suchen. Zusammen mit dem Boten Sebastian Torm steigt er immer weiter in die Tiefe der Stadt und stößt dabei auf große Gefahren…


In „Zerfall“ begleitet der Leser Robert Montero, einen Elektriker auf den höheren Ebenen, bei seiner unglaublichen und gefährlichen Reise in die Tiefen des futuristisch-fiktiven Hamburgs. 

Die Geschichte bietet viele actionreiche und nervenaufreibende Momente, die zu der Spannung des Buches beitragen. Gespannt habe ich Monteros und Torms Reise in die unteren Ebenen des Molochs verfolgt und gerätselt, was es mit dem mysteriösen Stromkabel auf sich hat. Thomas Zeller konnte mich das ganze Buch über packen und überzeugt mich mit einer unterhaltsamen, abwechslungsreichen und spannungsgeladenen Handlung. 

Auch die Protagonisten sind gut beschrieben, sodass ich mir sie lebhaft vorstellen konnte. Die Gedanken und Gefühle der Charaktere waren authentisch beschrieben und schafften es, sie glaubhaft darzustellen. Thomas Zeller widmet jedem seiner Protagonisten genug Zeit, damit man als Leser mit ihnen vertraut wird und sie in der Welt der „Hamburg Rain 2084“-Serie einordnen zu können. Gerade bei den Gangs, auf die Montero und Torm bei ihrem Abstieg treffen, werden Gruppencharakteristiken dargelegt, aber jeder wichtigere Charakter bekommt seine eigenen Wesenszüge, was die Unterscheidung einfacher machte. 

Zur Sprache: 

Thomas Zeller hat mit „Zerfall“ ein sehr stimmiges und schönes Buch geschrieben. Die Sprache ist dabei ein wichtiger Teil, warum ich das Buch gut fand. Er schreibt authentisch, ohne niveaulos zu wirken oder in vulgäre oder sehr umgangssprachliche abzurutschen. Er zeigt, dass man auch ohne viele Schimpfwörter eine brutale und gefährliche Welt zeichnen kann, die dem Leser trotzdem einen guten Eindruck in die Gefahren gibt. 


„Zerfall“ ist für mich der bisher beste Teil der „Hamburg Rain 2084“-Reihe! Vom ersten Moment an konnte mich der Autor für seine Charaktere und seine Geschichte begeistern.

Für mich hat alles gepasst: die Charaktere, die Handlung, die Welt und die Sprache. Thomas Zeller bietet ein stimmiges Buch, das mit Action und vielen lebensgefährlichen Situationen die Spannung konstant aufrechterhält. Er bringt zudem auch physikalische und chemische Prozesse im Buch ein, erklärt diese jedoch ausreichend und verständlich. So kann man als Leser der Geschichte folgen ohne selbst einen Physikabschluss zu haben.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Für Leser der Reihe, kann ich diesen Band zudem auch deshalb empfehlen, da etwas mehr über die Geschichte der Welt und die Entstehung der Stadt erzählt wird. Immer mehr fügt sich das Bild des gigantischen Molochs Hamburg zusammen und dieses Buch leistet dabei einen wichtigen Beitrag!

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Montag, 23. November 2015

[Montagsfrage] Gab es dieses Jahr für euch ein Buch/Bücher, das/die ihr als totalen Flop bezeichnen würdet?


Diese Woche beantworte ich die Montagsfrage von Buchfresserchen mal zu später Stunde. Die heutige Frage kann ich leider sogar recht eindeutig beantworten...

Gab es dieses Jahr für euch ein Buch/Bücher, das/die ihr als totalen Flop bezeichnen würdet?

Ja, leider.

Mein aktuellster Flop ist "V2" von Claudia Pietschmann aus der "Hamburg Rain 2084"-Serie. So schön und interessant die Idee auch war, umgesetzt war sie leider eher schlecht. ►Rezension

Ebenso war ich von "Runa" von Vera Buck enttäuscht. Das Buch hätte weniger Seiten oder mehr Handlung vertragen. Die Geschichte hat mir zwar gut gefallen, aber das Gesamtpaket passte einfach nicht. ►Rezension

Zudem hat mir "Schlusstakt" von Arno Strobel auch eher mittelmäßig gefallen. Irgendwie kam bei mir keine Spannung auf und auch der Verlauf der Handlung war vorhersehbar und nicht ergreifend.

Das sind die Bücher, die mir ins Gedächtnis kommen, wenn ich an Flops denke. Bis auf "V2" waren es zwar keine totalen Flops, aber wenn ich daran denke tut es mir um die vergeudete Zeit leid...

Und was könnt ihr so für Flops verzeichnen? 
Oder habt ihr bisher nur tolle Bücher gelesen?  

Freitag, 20. November 2015

{Comparing Covers} #10 "Good Morning, Mr. Mandela"


Nachdem diese Woche wieder etwas ruhiger war auf meinem Blog, gibt es nun das wöchentliche "Comparing Covers" mit meiner aktuellen Lektüre. Da es eine Biografie mit vielen Namen, Orten und Daten ist, komme ich leider nicht so schnell voran wie ich gerne würde, aber es ist sehr interessant und lehrreich.

"Comparing Covers" wurde von Saras etwas andere Bücherwelt vorgestellt, die auf ihrem Blog auch jede Woche daran teilnimmt. Die Beschreibung dazu könnt ihr auf ihrem Blog und in meinem ersten Eintrag nachlesen.


"Good Morning, Mr. Mandela" von Zelda la Grange



Deutsch | Englisch (eBook) | Englisch (Paperback)

Was mir an allen Ausgaben gut gefällt ist die sehr schlichte und unaufdringliche Gestaltung. Bei allen ist der Titel gut erkennbar, was die Aufmerksamkeit auf sich zieht und einen neugierig macht.
Das englische Paperbackcover finde ich am uninteressantesten von allen. Der Spruch "A young woman, a president, a life-changing friendship" ist zwar sehr gut gewählt und beschreibt das Buch sehr gut, dennoch ist es für mich zu viel Text auf dem Cover. 

Das deutsche Cover und die englische eBook-Ausgabe hingegen haben eine schwarz-weiße Abbildung von zwei Händen die sich halten. Ich finde, das Bild sagt genau das gleiche aus wie der Text auf der Paperback-Ausgabe, nur das man hier alles auf einen Blick erfassen kann. Nicht umsonst heißt es "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". 

Nun muss ich mich also zwischen den beiden Covern entscheiden... Ich mag die helle und offene Abbildung der deutschen Ausgabe. Weshalb für mich jedoch die englische eBook-Ausgabe gewinnt ist, dass auf deren Cover ein echtes Bild von Zelda la Grange und Nelson Mandela zu sehen ist. Dieses Foto ist auch im Buch abgebildet. Bevor ich angefangen habe das Buch zu lesen ist mir nämlich direkt aufgefallen, dass es sich bei der Frau auf dem deutschen Cover nicht um Zelda la Grange handeln kann, da diese auf dem Autorenfoto mit blonden Haaren zu sehen ist. (Natürlich mag es sein, dass sie ihre Haare mal dunkel hatte, aber auf den im Buch gezeigten Fotos habe ich das nicht finden können). Ich hätte mir für die deutsche Ausgabe gewünscht, dass diese auch ein Originalbild der beiden verwendet hätte. Nichts destotrotz ist es ein schönes und passendes Cover, das mein Interesse geweckt hatte. 

Was auf beiden Bildern gleich gut erkennbar ist: Die Freundschaft und die Nähe der Assistentin und des Präsidenten. Somit passen die Cover sehr zu dem im Buch vermittelten Inhalten. 

Sieger: englisches eBook

(Die Coverrechte liegen bei den entsprechenden Verlagen. 
Per Klick auf die Bilder kommt ihr zur Buchseite.)

Montag, 16. November 2015

[Montagsfrage] Liest du bei Büchern auch schonmal das Ende zuerst oder würde das dein Lesevergnügen zerstören?


Und schon beginnt die dritte Novemberwoche. Die Zeit rast gerade an mir vorbei, bald ist schon wieder Weihnachten und ich hab noch gar nichts geplant! 

Wie immer beginnt die Woche auf meinem Blog mit der Montagsfrage von Buchfresserchen.

Liest du bei Büchern auch schon mal das Ende zuerst oder würde das dein Lesevergnügen zerstören?


Tatsächlich habe ich es früher ab und zu gemacht. Allerdings nur den letzten Satz. 
Mittlerweile lese ich gar nichts mehr vom Ende, da für mich der Weg das Ziel ist. Es kann ja sein, dass am Ende Personen erwähnt werden, die ich noch gar nicht kenne. Da würde ich die ganze Zeit beim Lesen ungeduldig sein und darauf warten, dass diese Person auftaucht, anstatt mich überraschen zu lassen. Oder ein zunächst böser Charakter wird gut - Auch das kann im Ende gespoilert werden. 
Der letzte Satz ist oft auch nicht sehr aussagekräftig und verwirrt mehr, als das er was erklärt. 

Lest ihr den letzten Satz zuerst? Oder gar das ganze Ende? 

Sonntag, 15. November 2015

★Rezension★ "Die Brücke der Gezeiten" Teil 1 von David Hair


Titel: Die Brücke der Gezeiten - Ein Sturm zieht auf
Autor: David Hair
Verlag: Penhaligon
Erschienen am: 9. Dezember 2013
Übersetzer: Michael Pfingstl
Format: Klappenbroschur
Seiten: 512
ISBN: 978-3-7645-3128-7
Preis: € 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50
Kaufen: bei Penhaligon | Amazon | Heymann | Thalia
Reihe: Die Brücke der Gezeiten | 1. Ein Sturm zieht auf | 2. Am Ende des Friedens | 3. Die scharlachrote Armee | 4. Die Waffen der Wahrheit



Die Mondflutbrücke liegt tief unter der Ozeanoberfläche. Aber alle zwölf Jahre erhebt sie sich aus den Fluten und verbindet die beiden Kontinente Yuros und Antiopia. Zweimal schon hat Yuros seine Armeen von Kriegern und Magiern über die Brücke geführt, um das Nachbarreich zu unterwerfen. Jetzt naht die dritte Mondflut, und der Westen rüstet sich zum finalen Schlag. Aber es sind drei unscheinbare Menschen – ein gescheiterter Magie-Schüler, eine Spionin und Mörderin, die ihr Gewissen entdeckt, und ein einfaches Marktmädchen –, die über das Schicksal der Welt entscheiden werden …
(Quelle: Penhaligon Verlag)


Die Geschichte ist kreativ ausgearbeitet und bietet viele verschiedene Schauplätze und Charaktere. Eindrucksvoll beschreibt David Hair seine fiktive Welt Urte, die aus den Kontinenten Yuros und Antiopia besteht, und berichtet von den außergewöhnlichen Protagonisten. 

Am Anfang des Buches wird man mit vielen Namen, Orten und Bezeichnungen konfrontiert ohne dass diese weiter erklärt werden, was mich beim Lesen zunächst ausbremste. So dauerte es etwa 100 Seiten bis ich einen ausreichenden Überblick über die Welt und die Charaktere hatte und mich auf die Geschichte konzentrieren konnte. 

Nach diesen Anfangsschwierigkeiten konnte mich das Buch aber immer mehr packen und ich wollte mehr von der eindrucksvollen und ereignisreichen Geschichte lesen. Ich war erstaunt von den Entwicklungen der Protagonisten, da fast jeder vor Schwierigkeiten gestellt wird, die den Charakter der Personen nachhaltig prägen. Auch wenn deren Schicksale zunächst unabhängig voneinander erzählt werden, kommen im Laufe des Buches immer mehr Verflechtungen zum Vorschein und es wird klar, dass diese Schicksale stark mit dem herannahenden Krieg zu tun haben. 


Der Anhang

Das Buch hat einen umfangreichen Anhang der folgende Themen umfasst: Die Geschichte Urtes, die Zeitrechnung auf Urte, Die Hauptreligionen in Yuros und Antipoia, Die Magie Urtes, ein Glossar der verschiedenen Sprachen und ein Personenverzeichnis. Ich empfehle diesen Anhang nach etwa 100 Seiten zu lesen. Zu dem Zeitpunkt weiß man bereits genug über die Welt um zu verstehen, worauf im Anhang Bezug genommen wird und kann sein Verständnis der Welt ausbauen. Zusätzlich sind in den Klappen des Buches Karten der beiden Kontinente abgedruckt. Die Karten und das Personenverzeichnis habe ich im Laufe des Buches wohl am öftesten benutzt um mir ein räumliches Bild der Handlung zu machen. 

Kulturen und Religionen im Buch 

David Hair nutzt in seinem fiktiven Werk „Die Brücke der Gezeiten“ die Kulturen und Religionen unserer Welt. So hat jede Volksgruppe im Buch ein Pendant in unserer Welt und auch die Religionen weisen starke Ähnlichkeiten zu den großen Religionen der Weltgeschichte auf. Diese Anlehnungen an reale Vorbilder ist überzeugend umgesetzt und fördert die bildliche Vorstellungskraft des Lesers, in dem bekannte Szenarien beschrieben werden, die man aus Film, Fernsehen und der Realität kennt.
Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass diese Parallelen weniger offensichtlich gewesen wären, denn so bin ich doch manchmal durcheinander gekommen, da die bekannten Bräuche, Orte und Kulturen neue Namen bekommen haben. Ein Beispiel hierfür ist ein Fluss im südlichen Land Lakh, in dem sich die Bevölkerung wäscht und religiöse Bräuche praktiziert, der offensichtlich an den Ganges in Indien angelehnt ist.


Aufgrund der Anfangsschwierigkeiten und der etwas zu offensichtlichen Anlehnungen aus unseren Kulturen ziehe ich in meiner Bewertung einen Stern ab. Da mich die Handlung, die Welt und die Charaktere jedoch überzeugen konnten und ich von der fesselnden Geschichte nicht genug bekommen konnte, verleihe ich dem Buch gute 4 Sterne. 

Nach den ersten 100 Seiten hätte ich nicht gedacht, dass mich das Buch noch so packen würde. Ich bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzungen. Das erste Buch stellt nämlich nur die Vorbereitungen zu dem großen Kriegszug dar und bringt dem Leser die Welt und die wichtigen handelnden Personen nahe. 

„Die Brücke der Gezeiten“ richtet sich klar an „High Fantasy“-Leser. Es erfordert ein gewisses Durchhaltevermögen um die vielen Seiten der Geschichte mit Interesse und Elan zu lesen. Ebenso sollte man gespannt auf die Kreation neuer Welten sein, die im „High Fantasy“-Genre einen essentiellen Teil der Bücher darstellt. 

Ich bedanke mich beim Verlag für das kostenlose Exemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Freitag, 13. November 2015

{Comparing Covers} #9 "Die Brücke der Gezeiten"


Dieses Mal stelle ich euch bei dieser Aktion die Cover zu "Die Brücke der Gezeiten" von David Hair vor. Das erste Buch der Reihe lese ich aktuell und finde es ziemlich spannend. Der Einstieg fiel mir zwar nicht sehr leicht, aber mehr dazu erfahrt ihr dann in der Rezension. 

"Comparing Covers" wurde von Saras etwas andere Bücherwelt vorgestellt, die auf ihrem Blog auch jede Woche daran teilnimmt. Die Beschreibung dazu könnt ihr auf ihrem Blog und in meinem ersten Eintrag nachlesen.


Deutsch | Englisch

Beide Cover des Buches sprechen mich sehr an. Ich finde das Deutsche aber doch etwas interessanter. Es wirkt zwar recht ruhig, aber wie auch der Untertitel des Buches, deutet es eher auf die Ruhe vor dem Sturm an. Mir gefällt die zudem die skizzenhafte Art des deutschen Covers auf dem eine Landkarte, eine Brücke und ein Reiter angedeutet sind. Das alles wird von einer zerlaufenden blauen Farbe umfasst. Das englische Cover wirkt dagegen doch recht einfach und auch irgendwie langweilig. Trotzdem ist es auch ein schönes und schlichtes Cover, dass auf eine düstere Fantasygeschichte hindeutet. 
Der Sieger diese Woche ist: Das deutsche Cover! 

Da ich letzte Woche die Aktion leider, aufgrund von mangelnder Zeit (ich habe den neuen James Bond geguckt!), ausfallen lassen musste, gibt es nun zusätzlich noch einen Vergleich der gesamten Reihe. 
Die Bücher von David Hair wurden für die deutsche Ausgabe geteilt und es werden voraussichtlich 8 Bücher in Deutschland erscheinen, während es in der englischen Originalausgabe nur 4 sind. 
Zudem sind auf Deutsch bisher nur 4 Bücher (entspricht den ersten beiden Büchern im Original) erschienen. Trotzdem möchte ich dazu bereits einen Vergleich machen, da der Stil der Reihen ziemlich klar erkennbar ist. 

Wie man sieht, zieht sich der skizzenhafte Stil der deutschen Ausgabe durch alle bisher erschienenen Bücher. Auch bei den englischen Ausgaben ist der vorm ersten Band vorgegebene Stil beibehalten worden. Dies ist erfreulich, denn nichts ist ärgerlicher, als nicht zusammenpassende Bücher im Regal (abgesehen von einer schlechten Handlung natürlich!).

Das "Problem" der zweigeteilten Bände wurde in der deutschen Version gut gelöst: Die Bücher gehören optisch zueinander. So zieht sich der Grundaufbau durch alle Ausgaben, jedoch sind die ersten Beiden in blau/rot und mit einem weißen Hintergrund, während die Bände 3 und 4 die Negative der Farben der ersten Bücher darstellen. Das ist eine ziemlich tolle und kreative Umsetzung!
Die englischen Ausgaben wirken im Vergleich recht eintönig. Tatsächlich erinnern mich die Cover insgesamt mehr an historische Romane und auch irgendwie an die Illuminati. Der erste Band ist meiner Meinung nach noch der interessanteste und schönste.

Damit ist auch bei der Reihe klar, dass für mich die deutschen Cover die Sieger sind!

Und da ich selbst so fasziniert und interessiert davon war, hier die deutschen Ausgaben im Negativ!


(Die Coverrechte liegen bei den entsprechenden Verlagen. 
Per Klick auf die Bilder kommt ihr zur Buchseite.)

Mittwoch, 11. November 2015

★Rezension★ "Layers" von Ursula Poznanski



Titel: Layers
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erschienen am: 17. August 2015
Format: Klappenbroschur
Seiten: 448
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Preis: 14,95 € (D) | 15,40 € (A)
Kaufen: bei Loewe | Amazon | Heymann | Thalia


Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
(Quelle: Loewe Verlag)


Ich möchte kurz vorweg erwähnen, dass ich in diser Rezension möglichst  wenig vom Inhalt preisgebe, da ich glaube, dass das Geschichte am besten wirkt, wenn man das Buch ohne Vorwissen über die Handlung liest.

Die Handlung von „Layers“ ist sehr abenteuerlich, spannend und ergreifend. Gemeinsam mit Dorian will man erfahren, was es mit dieser mysteriösen Villa zu tun hat und was die seltsamen Vorkommnisse zu bedeuten haben. Das Motto des Buches „Die Wahrheit ist vielschichtig“ ist bei diesem Buch Programm. Wie auch Dorian weiß man als Leser nicht, was wahr ist und wem man vertrauen darf. Bis zum Ende hin bleibt es wahnsinnig spannend.

Schonungslos und beängstigend entführt Ursula Poznanski den Leser in eine authentische und erschreckend realistische Geschichte. Dabei greift sie auf aktuelle Technik, bewährte Geschichten und philosophische Fragestellungen zurück.

…zur Sprache: 

Ich bin ein großer Fan von Ursula Poznanskis Schreibstil. Sie schreibt zwar recht simpel, doch jeder Satz passt und entführt den Leser in ihre aufwühlenden Geschichten.
Der Schreibstil ist nicht explizit an Jugendliche gerichtet, sodass auch Erwachsene ihren Spaß an dem Buch haben werden. Die Handlung des Buches würde zudem auch gut mit einem älteren Protagonisten funktionieren.

...zum Cover: 

Mit dem Cover wird die Aussage „Die Wahrheit ist vielschichtig“ gut unterstützt: In der Mitte der Seite befindet sich ein Loch, durch das man jeweils einen Teil des dahinterliegenden, mehrmals gefalteten Covers sehen kann. Diese stellen die verschiedenen "Schichten" dar. So einen kreativen Bezug zum Thema findet sich nicht in jedem Buch und war für mich etwas Besonderes.


„Layers“ ist ein hervorragendes Buch mit viel Action, das mich von der ersten Seite an begeistert hat. Es ist zudem genau so vielschichtig, wie der Name und das Cover bereits versprechen. Wie auch nicht anders erwartet liefert Ursula Poznanski mit „Layers“ einen Jugendthriller der Extraklasse.

Ich empfehle das Buch allen Thrillerfans. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Ursula Poznanski nichts beschönigt und „erwachsenere“ Inhalte liefert, die für ein Publikum unter 14 Jahren nicht gänzlich geeignet sind. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 14 Jahren. Dorian ist 17 Jahre alt und an diese Altersgruppe richtet sich auch meine persönliche Empfehlung



Montag, 9. November 2015

★Rezension★ "Rehab" von Ralf Wolfstädter


Titel: Rehab
Autor: Ralf Wolfstädter
Verlag: Knaur eBook
Erschienen am: 22. Oktober 2015
Format: eBook
Seiten: 200
ISBN: 978-3-426-43749-0
Preis: 3,99 €
Kaufen: Knaur | Amazon | Heymann | Thalia 
Reihe: Hamburg Rain 2084 | 0. Der schwarze Regen | 1. V2 | 2. Sundown | 3. Rehab | 4. Zerfall | 5. Risse im Fundament | 6. Die Seuche



Als Daniel Arzberger aus der Bewusstlosigkeit erwacht, stürzt sein Leben in einen Abgrund. Seine Hände blutverschmiert, seine Erinnerung ein schwarzes Loch. Neben ihm eine tote Frau, im Hintergrund die bedrohlichen Rufe eines Polizeibeamten. Doch was Daniel erst später klar wird: sein Leben änderte sich nicht in diesem Moment, es hatte sich bereits Wochen zuvor geändert und zwar radikaler, als es dieses Ereignis vermuten ließ. Des Mordes angeklagt, flieht er aus dem Gefängnis und begibt sich auf die Suche nach Antworten, die seine Unschuld beweisen sollen – doch eine Entdeckung, die Daniel auf seiner Suche macht, treibt ihn an den Rand des Wahnsinns, denn sie stellt sein gesamtes Dasein in Frage.
(Quelle: Knaur Verlag)


Das Buch beginnt mit einer intensiven und dramatischen Szene: Der Protagonist wacht ohne Erinnerungen an seine Vergangenheit auf und bekommt einen Auftrag, von dem das Wohl der ganzen Stadt abhängt. 

Diese Ausgangssituation ist bereits aus diversen Filmen und Büchern bekannt, büßt dadurch aber nicht an Spannung ein. Die Handlung ist fesselnd und hat mich immer wieder zum Weiterlesen motiviert. Nach und nach fügt sich das Puzzle um Daniels Identität zusammen. Ich hatte relativ schnell eine Vermutung, wer Daniel ist und welche Rolle er spielt. Dennoch habe ich die Handlung mit viel Interesse verfolgt und begleitete den Protagonisten auf seiner Suche nach der Wahrheit. 

In „Rehab“ werden viele verschiedene Ebenen vom fiktiv-futuristischem Hamburg zum Schauplatz der Handlung. Das Konzept der Stadt, die aus Ebenen aufgebaut ist, spricht mich sehr an, daher war ich sehr froh, in diesem Buch so viel davon geboten zu bekommen. Ich kann mir die Stadt und die beschriebenen Handlungsorte gut vorstellen. Mir gefallen auch die Bezüge zu realen Orten in Hamburg. 

Das Ende des Buches ist jedoch etwas abrupt. Das Finale wird gewissermaßen übersprungen. Wie auch in den bisher erschienen Büchern der Reihe begleitet man die Protagonisten bis zu einer großen „Konfrontation“. Diese bekommt man aber als Leser nur teilweise mit. Anschließend wird in einer Art Epilog angedeutet, wie dieser Konflikt ausgegangen ist. 

Zur Sprache: 

Ralf Wolfstädters Schreibstil ist angenehm und anschaulich. Er passt zur Geschichte und stellt die dort dargestellte Welt dar, ist aber weder niveaulos noch zu umgangssprachlich. 


„Rehab“ ist ereignisreich und packend. Deshalb empfehle ich es gerne weiter. Der Autor zeigt die Stadt aus verschiedenen Winkeln und gibt dem Leser so einen guten Einblick in den Aufbau der futuristischen Stadt. Dies verbindet er mit einer packenden Handlung um die Suche nach der Identität des Protagonisten. Lediglich das Ende hätte gern etwas mehr ausgeführt werden können.


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

(Coverrechte liegen beim Verlag)

[Montagsfrage] Besitzt du Bücher, die vom Autor signiert wurden?


Hallo zurück auf meinem Blog!
Entschuldigt bitte, dass ich am Freitag nicht wie gewohnt meinen Coververgleich gepostet habe. Ich war viel unterwegs und habe mir zudem "Spectre", den neuen James Bond, im Kino angesehen. Falls Zweifel bestehen sollten: Der Film ist echt cool und ihr solltet ihn euch nicht entgehen lassen.

Nun aber zum eigentlichen Thema heute: Die Montagsfrage, die wie immer bei Buchfresserchen stattfindet. Diese Woche mit der Frage:

Besitzt du Bücher, die vom Autor signiert wurden?


Auf diese Frage kann ich voller Stolz mit "Ja" antworten! Zwar hatte ich noch nicht viele Gelegenheiten Autoren zu treffen, dafür habe ich aber bereits drei meiner Lieblingsautoren getroffen. 


Dieses Jahr durfte ich im Rahmen einer Thriller-Night Ursula Poznanski und Wiebke Lorenz treffen. Von Wiebke Lorenz habe ich bisher noch nichts gelesen, habe mir aber die Gelegenheit nicht nehmen lassen "Alles muss versteckt sein" dort zu kaufen und signieren zu lassen. 
Absolut begeistert war ich davon, Ursula Poznanski endlich kennen zu lernen! Sie ist eine fantastische Autorin und eine noch bemerkenswertere Frau! Von ihr habe ich mir "Stimmen" aus ihrer Beatrice-Kaspary-Reihe und "Die Verratenen" signieren lassen. Letzteres habe ich leider immer noch nicht gelesen... 


Der nächste Autor in meiner Sammlung ist Kai Meyer! Zusammen mit meinem Freund bin ich zu der Lesung nach Kiel gefahren und habe mir dort "Asche und Phönix" und "Die Seiten der Welt" (den ersten Band) signieren lassen. Auch Kai Meyer ist ein außergewöhnlicher Mensch, der weiß, wie man unterhaltsame und spannende Bücher schreibt. 

Und zu guter Letzt der Autor, auf dessen Signatur ich ein wenig mehr stolz bin als auf die anderen: Eoin Colfer! Der Autor der "Artemis Fowl"-Bücher, war zu dem Harbourfront-Festival nach Hamburg gekommen und ich bin natürlich zu der Lesung gegangen. Ich bin ein wirklich großer Fan von ihm und liebe seine Jugendbücher. Vor der Lesung hatte ich mich sogar nett mit ihm unterhalten und wurde live überzeugt, dass er auch privat ein äußerst lustiger und liebeswerter Mensch ist. Signiert hat er mir dann "WARP - Der Quantenzauberer", das er dort vorgestellt hat (und ich natürlich bereits gelesen hatte) und den ersten Band von "Artemis Fowl", welches bereits ein sehr zerlesenes und zerfleddertes Exemplar ist, da meine ganze Familie seine Bücher verschlungen hat. 

So, da habt ihr wieder etwas aus meinem Leben und meinem Bücherregal erfahren!
Nun könnt ihr mir erzählen, welche Autoren ihr bereits getroffen habt und auf welches Treffen ihr besonders stolz seid.

Freitag, 6. November 2015

★Rezension★ "Die Zeichen der Schuld" von Chriz Wagner

Erschienen bei Endeavour Press am 27. Juli 2015 | Kindle eBook | 76 Seiten 
ANSIN: B012SWR42O | 1,99 € | Kaufen (Amazon)

"Die Ewigen" | 1. Die Gärten von Rom | 2. Der Bruderpackt  | 3. Die Zeichen der Schuld  | 4. Von sterbenden Engeln | 5. Das Gedächtnis der Welt (Rezension)

4000 v. Chr.: Simon lebt beim Volk des Schlagenträgers Carr und alles deutet auf ein normales Leben hin. Doch eines Tages fällt ein Himmelsapfel auf die Erde und Simons bester Freund Jogo bekommt ihn in die Hände. Schlagartig ändert sich sein Charakter und Simon muss eine Entscheidung treffen…

„Die Zeichen der Schuld“ ist Teil der Reihe „Die Ewigen“. Die einzelnen Geschichten stellen Erinnerungen des unsterblichen Simon dar, der auf sein Leben zurückblickt.

Dieser Teil findet chronologisch vor den anderen zwei bisher erschienenen Teilen statt. Hier lernen wir Simon im Jahre 4000 v. Chr. kennen als er noch ein Jugendlicher war.

Die Handlung enthält Anspielungen auf die Vertreibung aus dem Paradies, wie sie aus der Bibel bekannt ist. Die Idee diese Anspielungen zu benutzten hat Chriz Wagner hervorragend ausgearbeitet und umgesetzt.

Die Geschichte ist zwar recht kurz, aber trotzdem ereignisreich. Dramatische Ereignisse begleiten den Protagonisten Simon und lassen ihm keine Zeit zum Durchatmen.

Zum Cover

Mir gefallen die Cover zu den einzelnen Teilen sehr. Ich mag den großen deutlichen Titelschriftzug und den in einer Farbe gehaltenen Hintergrund.

Ich habe an dem Buch „Die Zeichen der Schuld“ nichts auszusetzen. Auf nur wenigen Seiten kann Chriz Wagner eine spannende Geschichte erzählen, die Lust auf mehr macht. Das Buch hat mehr Potential als nur für 69 Seiten und ich hätte auch gerne eine längere Geschichte aus diesem Lebensabschnitt in Simons Leben gelesen.

Das Buch eignet sich aufgrund seiner geringen Seitenzahl gut für Zwischendurch. Der Schreibstil ist auch sehr angenehm zu lesen, sodass sich das Buch schnell liest und gut unterhält.

Nach diesem vielversprechenden Start, bin ich nun auch auf die anderen Geschichten der Reihe gespannt. Diese können auch alle unabhängig voneinander gelesen werden.

Ich bedanke mich Chriz Wagner und Endeavour Press für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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