Montag, 8. Februar 2016

[Montagsfrage] Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?


Endlich gibt es mal wieder eine Montagsfrage bei mir auf dem Blog. Buchfresserchen stellt jede Woche eine Frage rund um Bücher online, die wir dann beantworten. Diese Woche ist es eine interessante Frage, die auch schon vorher unter Buchbloggern recht stark diskutiert wurde,

Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?


Zum unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren kann ich gleich etwas sagen: Da mein Blog noch ziemlich klein ist, habe ich bisher nicht wirklich mit dem Problem zu kämpfen. Allerdings behalte ich mir in solchen Fällen vor, selbst zu entscheiden, ob ich das Buch lese oder nicht. Nur wenn ich zugestimmt habe das Buch zu rezensieren, sehe ich mich in der Verantwortung dies auch zu tun.

Nun ja, bei den Anfragen ist das eine andere Sache... Tatsächlich bin ich im November 2015 auf die vielen Möglichkeiten gestoßen, wie man als Blogger an RE herankommt und habe mich da wohl etwas übernommen. Erst mit "Der Wanderer" von Trudi Canavan konnte ich den Stapel abbauen. Ich habe also kein Problem damit, Bücher anzufragen. Allerdings bin ich nach dem großen RE-Stapel ein gebranntes Kind und versuche mich etwas mehr zurückzuhalten.

Ich sehe RE als Möglichkeit, Bücher zu lesen, die sonst vielleicht auf meiner Wunschliste verstauben würden. Denn so kann ich herausfinden, ob mir das Buch wirklich gefallen würde und kann diese Erfahrung weitergeben. Natürlich frage ich auch Bücher an, die ich mir dringend wünsche, aber da diese meist sehr beliebt sind, bekomme ich sie nicht immer gestellt.

Bei manchen Verlagen ist es einfacher an Rezensionsexemplare heranzukommen als bei anderen, aber mittlerweile bin ich mit meinem Verlagskontakten ziemlich zufrieden. Zwar ist das Bloggerportal von randomhouse zum Beispiel sehr einfach zu handhaben, aber mit Verlagen wie Knaur, dtv oder Knesebeck entsteht ein persönlicher Kontakt, den ich sehr lieb gewonnen habe.

Eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt ist, dass ich kennzeichne, welche Bücher ich als Rezensionsexemplare gestellt bekommen habe. Das ist mir wichtig damit meine Leser dies wissen, obwohl meine Meinung davon natürlich nicht abhängig ist. Es bringt nämlich nichts, dem Verlag zur Liebe bessere Bewertungen zu vergeben. So sind auch schon einige Flops des letzten Jahres RE gewesen.

Obwohl ich mittlerweile RE anfragen kann, ersetzt nichts das Gefühl ein Buch zu kaufen. Gerade mit dem wenigen Geld, dass ich im Monat zur Verfügung habe, muss ich mir dreimal überlegen, ob ich ein Buch kaufe. Umso mehr freue ich mich dann auch darüber.


Rezensionsexemplare sind schon seit einiger Zeit ein Streitpunkt. 
Wie steht ihr dazu? 

Kommentare:

  1. Hallöchen,

    da bin ich ganz deiner Meinung.
    Ich finde auch nicht dass man sich schlecht fühlen muss wenn man Rezensionsexemplare annimmt.
    Denn mal ehrlich, deshalb geht weder der Verlag Pleite, noch nagt der Autor am Hungertod weil du sein Buch kostenlos bekommst.
    Das Thema wird meiner Meinung nach immer ein bisschen aufgebauscht, jeder sollte selbst entscheiden ob er Bücher anfragt oder nicht. Und der Verlag kann ebenfalls selbst entscheiden ob man es bekommst oder nicht :D

    Nadine ♥

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    1. Aufgebauscht ist das richtige Wort! Es ist ja ein Geben und Nehmen. Wenn ich ein Buch anfrage oder eine Anfrage annehme, dann gehe ich damit letztendlich einen Vertrag ein und habe meine Seite der Abmachung einzuhalten: Eine ehrliche und aussagekräftige Rezension!

      Liebe Grüße :)

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  2. Hey :)

    Oh ja, ich hab auch irgendwann mal den Fehler gemacht und lustig bei Verlagen angefragt und dann stand ich dann mit einem Berg an Reziexemplaren und wollte sie alle möglichst sofort gelesen haben.
    Ich muss auch ehrlich sagen, wenn ich welche bekomme, dann hab ich einfach an mich den Anspruch, die innerhalb von wenigen Wochen auch rezensiert zu haben. Finde es nämlich unmögich, RE zu horten und nicht zu lesen.

    Meine Erfahrung mit Überraschungspost sind bis jetzt sehr positiv. Bis jetzt hielt sich das ganze im Rahmen und wenn, dann haben die Verlage auch wirklich gut gewählt und mir Bücher geschickt, die ich sowieso lesen wollte.
    Glaube aber, dass die Verlage nicht kopflos ihre Bücher verschicken, würde ihnen ja nichts bringen, wenn sie Leuten das falsche Genre schicken. Wenns blöd läuft, lesen die Leute ihre Bücher nicht oder bewerten sie schlecht, weil sie einfach nicht zum Lesegeschmack passen.

    Habe nur letztens irgendwo gelesesn, dass jemand laut Stopp auf ihrem Blog geschrien hat, weil die Verlage ihr jedes passende Buch aus der Vorschau geschickt haben und sie dann ja alle lesen sollte. Das würde mich aber auch stören - da hätte man ja überhaupt keine Wahl mehr, was man lesen will und das Lesen wird auch ziemlich zwanghaft. Würde ich auch nicht mitmachen.

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Huhu,

      Ja das "horten", wie ich es, zum Glück, noch nicht oft bei Bloggern gesehen habe, finde ich echt unfair. Nicht nur, dass der Verlag ewig auf eine Bewertung warten muss, sondern andere Blogger, die das Buch vielleicht lieber wollten, gehen leer aus.

      Ich hab ja jetzt so ein RE-Monat gehabt und fühle mich ehrlich gesagt irgendwie erleichtert, diesen Monat mein ganzes Regal zur Verfügung zu haben. Auch irgendwie befreiend. In Zukunft werde ich sicherlich auch wieder RE anfragen, nur (hoffe ich mal) dass ich dann mehr darauf achte, nicht zu viele gleichzeitig anzufragen. Denn ehrlich gesagt, hat sich bei mir nur so ein Stapel anhäufen können, weil ich als kleine, nicht sehr bekannte Bloggerin nicht erwartet habe, manche der Bücher zu bekommen.

      Liebe Grüße von Lena zu Lena :D

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