Mittwoch, 10. Februar 2016

[Rezension] "Das Labyrinth erwacht" von Rainer Wekwerth

Erschienen bei Arena am 1.1.2013 | ISBN: 978-3-401-06788-9
Hardcover | 408 Seiten | 16,99 € | Kaufen

"Labyrinth" | 1. Das Labyrinth erwacht | 2. Das Labyrinth jagt dich3. Das Labyrinth ist ohne Gnade


Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
Aber das Labyrinth kennt sie.
Jagt sie.
Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst.
Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.


Am Anfang drängt sich der Vergleich zu „Maze Runner“ von James Dashner auf. Denn in beiden Büchern erwachen Jugendliche an einer ihnen fremden Stelle und können sich an nichts außer ihrem Namen erinnern. Sie sind in einem „Labyrinth“ und werden von grausamen Kreaturen verfolgt. Hier enden die Ähnlichkeiten aber schon. Denn in „Das Labyrinth erwacht“ müssen sich die Protagonisten durch verschiedene Welten kämpfen, in denen Portale stehen, die sie zur nächsten Welt führen. Nur gibt es immer ein Portal weniger als Jugendliche. 

Rainer Wekwerth hat in seinem Buch eine bunt gemischte Gruppe an Jugendlichen zusammen gebracht, die scheinbar alle etwas Schlimmes erlebt haben. Zusammen mit den Protagonisten erfährt man immer nur stückchenweise, was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Das ist spannend zu beobachten, da jeder der Protagonisten anders auf die Erinnerungsfetzen reagiert und auch ihr Verhalten in den lebensgefährlichen Situationen sich sehr unterscheidet.

Die Unwissenheit der Protagonisten und das Rätsel, warum sie denn in diesen Welten sind, hat mich stetig motiviert das Buch weiter zu lesen. Da die Kapitel recht kurz sind, stellte sich bei mir schnell der „Nur noch ein Kapitel“-Effekt ein, der dazu führte, dass ich das Buch kaum aus der Hand gelegt habe.

Die größte Kritik, die ich an dem Buch habe, sind die teilweise sehr erzwungen wirkenden Liebesgeschichten. Nach nur einem, bzw. wenigen Tagen, die im Buch vergehen, haben sich bereits feste Gefühle entwickelt und beeinflussen die Handlung enorm. Meiner Meinung nach hätte eine Geschichte gereicht, doch Rainer Wekwerth verknüpft fast alle Charaktere miteinander. Das war mir persönlich zu viel des Guten. 

Perspektiven

Das ganze Buch ist in der dritten Person geschrieben, wechselt aber immer zwischen den Protagonisten. Das heißt: Mal erfährt man die Geschichte aus der Sicht eines Charakters, mit all seinen Gefühlen und Erinnerungen, mal von einem anderen. Das führt für den Leser dazu, dass man über alles im Bilde ist, doch z.T. wechselte auch in einem Kapitel mehrmals die Perspektive, was aber nicht direkt ersichtlich war. Stellenweise hat mich das etwas verwirrt. 


Das Buch lässt sich gut lesen, da die Geschichte sehr packend und spannungsreich geschrieben ist. Das zeitlichen Ultimatum und die drohenden Gefahren, die die Protagonisten überwinden müssen, motivierten mich immer weiter zu lesen. „Das Labyrinth erwacht“ ist ein Jugendbuch, was teilweise an den naiven Handlungen der Protagonisten deutlich wird. Das hat mich nicht sonderlich gestört, machte das Buch aber etwas vorhersehbar. Der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich habe und der zu dem Abzug eines Sterns in der Bewertung geführt hat, sind die Liebesgeschichten. Meiner Meinung nach waren zu viele romantische Emotionen involviert, die mir zudem nicht realistisch erschienen. 

Ich werde die Reihe aber weiterhin verfolgen, da die Geschichte sehr viel Potential für die Folgebände birgt und ich wissen möchte, wie es den Protagonisten ergeht und was es mit dem Labyrinth auf sich hat. 

 

(Coverrechte liegen beim Verlag)


Kommentare:

  1. Hey,
    ich habe das Buch gelesen und ich glaube auch den zweiten Teil, aber irgendwie hat es mich nicht so gepackt, dass ich den Rest auch lesen musste. Ich habe es schlicht und ergreifend vergessen. Vielleicht muss ich mich jetzt doch mal an den dritten Teil machen :)
    Liebe Grüße,
    Jasmin

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    1. Hey,

      Haha, das zu vergessen ist auch gut! Ist mir aber auch schon mal passiert.
      Ich hab auch sehr gemischte Meinungen zu den weiteren Teilen gehört. Mal sehen wie es mir gefällt :D

      Liebe Grüße!

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  2. Hey Lena,

    also ich fand die Reihe echt spannend und habe sie ziemlich schnell durchgelesen gehabt :). Wobei ich auch über die rasante Entwicklung der Gefühle einiger Protagonisten war.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich schon in Band zwei eine Ahnung hatte, wie es im dritten Teil zu Ende geht bzw. warum sie im Labyrinth sind. Ich bin gespannt, was du zum Ende sagst :D

    Liebe Grüße

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  3. Hey Tinyhedgehog,

    zu viel von Romanzen haben auch meiner Meinung nach nichts in Thrillern zu suchen.

    Schön hast du es hier und ich bleibe sehr gern als Leserin. Es wäre nett, wenn wir uns mal auf meinem Blog wiederträfen.

    Sei lieb gegrüßt

    Nisnis

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    1. Hey Nisnis,
      Danke für das Kompliment! Falls du Interesse hast, kannst du auch gerne an meinem aktuellen Gewinnspiel teilnehmen :)

      Ich schaue natürlich auch gerne bei dir vorbei!
      Liebe Grüße auch an dich ;)

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    2. Ach, ich habe gerade auf deinem Blog gesehen, dass du Dystopien nicht magst... ;)

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