Mittwoch, 6. April 2016

[Abgebrochen] "Elefanten treffen" von Kristina Schilke


Erschienen bei Piper am 01.03.2016 | Hardcover | 224 Seiten | 
ISBN: 978-3-492-05753-0 | 18,00 € | Kaufen

Dieses Buch ist eine Sammlung von Erzählungen der Debütautorin Kristina Schilke. In ihren Geschichten beschreibt sie verschiedene Schicksale, die alle ungewöhnlicher, aber immer schwerer Natur sind. 
Nach vier Erzählungen, also 79 Seiten, habe ich dieses Buch abgebrochen. Um euch meine Entscheidung zu erklären, muss ich eine Trennung des Buches in Inhalt und Sprache vornehmen. 

Die Sprache, die Kristina Schilke benutzt, ist sehr poetisch und bildhaft. Sie ist sehr angenehm zu lesen und mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Ich denke, dass die Autorin großes Potential hat und ich hoffe, sie kann mich mit einem anderen Werk eventuell mehr ansprechen.  

Warum also habe ich das Buch abgebrochen? 

Schuld daran ist der Inhalt. Zwar ist er weder banal, noch uninteressant, doch einfach nicht mein Fall. Die Geschichten sind teilweise deprimierend, schockierend oder einfach schwer zu ertragen. So jedenfalls ging es mir mit den vier Erzählungen, die ich gelesen habe. Es sind schwere Schicksale, die die Protagonisten erleiden, die für mich weit außerhalb meiner Komfortzone liegen. Im Klappentext des Verlages steht „[…] in diesen Geschichten spiegelt sich die ganze Welt in ihrer Schönheit und Widersprüchlichkeit, sie sind wahr.“ Ich zweifle nicht daran, dass die Erzählungen wahre Schicksale beschreiben, doch sie sind alles andere als schön - sie sind belastend. 

Hätte Kristina Schilke sich eines dieser Schicksale ausgesucht und daraus eine Geschichte entwickelt, die einen Roman alleine gefüllt hätte, dann wäre es mir wohl nicht so schwer gefallen, das Buch zu lesen. Doch diese Ansammlung an schweren Geschichten, hat meine Stimmung sehr runtergezogen und ich hatte dadurch keinen Spaß am Lesen. 

Meine Enttäuschung über das Buch rührt auch zum Teil daher, dass ich mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Durch den Klappentext dachte ich, dass ich Geschichten geboten bekomme, die skurill und außergewöhnlich sind. Geschichten, die die wahre Welt in ihrer Einzigartigkeit und ihrem Anderssein darstellen. Ich denke, dass diese Beschreibung mir ein vollkommen falsches Bild des Inhalts vermittelt hat. 

Es tat mir fast schon leid, das Buch abbrechen zu müssen, da ich den Schreibstil der Autorin sehr mag. Doch als auch nach der vierten Geschichte klar war, dass es wohl die ganze Zeit so weitergeht, habe ich für mich den Schlussstrich gezogen. Ich bin gespannt, ob Kristina Schilke weitere Bücher veröffentlichen wird und dann vielleicht ein Roman schreibt, der mehr in mein Interessengebiet fällt. 

Ob das Buch etwas für euch ist oder nicht, könnt ihr wahrscheinlich am besten entscheiden, wenn ihr eine der Geschichten zum Test lest.  

Da ich das Buch abgebrochen habe, verzichte ich auf eine Bewertung mit Sternen. 

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Kommentare:

  1. Ich glaube dieses Buch hätte ich auch abgebrochen. Aber nicht wegen der deprimierenden Geschichten sondern wegen dem "poetischen und bildhaften" Schreibstil. Damit hab ich so meine Probleme.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
    Babsi

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    1. Naja, es war ja auch so 'ne Mischung aus beidem. Wäre die Sprache nicht so bildhaft gewesen, dann hätte mich die Geschichte wahrscheinlich nicht so runtergezogen. Andererseits, hätte es mir dann wohl gar nicht mehr gefallen ^^

      Liebste Grüße und auch dir ein schönes Wochenende!

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