Dienstag, 28. Juni 2016

[Rezension] "Darkmouth - Der Legendenjäger" von Shane Hegarty

Erschienen bei Oetinger im Februar 2015 | Übersetzt von Bettina Münch | Illustrationen von Moritz Schaaf
Hardcover | 368 Seiten | ISBN: 978-3-7891-3725-9 | 16,99 € | Kaufen

"Darkmouth" | 1. Der Legendenjäger | 2. Die andere Seite3. Die Legenden schlagen zurück
Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden „Legendenjägers“ von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur „Verseuchten Seite“ zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf.
(Quelle: Oetinger)
Finn steht kurz vor seiner „Vollendung“, einem Ritual, das ihn als vollwertigen Legendenjäger auszeichnet, doch eigentlich will er gar keiner sein. Doch er hat ein Problem: Sein Heimatort Darkmouth ist der letzte Ort auf der Welt, der von Monstern, den sogenannten Legenden, heimgesucht wird und er ist der einzige Sohn des letzten aktiven Legendenjägers, der für die Sicherheit Darkmouth‘ verantwortlich ist. Leider ist Finn alles andere als begabt auf dem Gebiet der Legendenjagd und hofft, dass er diese Verantwortung nie übernehmen muss. Doch es kommt wie es kommt und plötzlich steht die ganze Stadt Kopf und Finn muss beweisen, was in ihm steckt.

Finn ist ein sympathischer Protagonist, den man nur zu gut verstehen kann. Er ist ziemlich tollpatschig, was er in seiner Ausbildung zum Legendenjäger mehr als einmal bewiesen hat. Doch er steht für das ein, was ihm wichtig ist und ist somit ein starker Charakter. Ich denke, dass sich die Zielgruppe des Buches gut mit ihm identifizieren kann.

Das Buch bietet zwar Monster und seltsame Geschehnisse, doch genauso wichtig sind Themen wie Familie und Freundschaft. Obwohl Kinderbücher oft dazu neigen, Erwachsene etwas „begriffsstutzig“ darzustellen, schafft Shane Hegarty es, Erwachsene einzubringen, die weniger realitätsfern dargestellt werden.

Illustrationen

Das Cover ist ungewöhnlich und verspricht eine schaurig-gruslige Monstergeschichte. Der Buchschnitt ist komplett schwarz, was ungewöhnlich ist, und zieht so die Aufmerksamkeit auf sich. Zudem sind im Buch auf ziemlich jeder Seite Illustrationen zu finden. Ab und zu sind die Seiten auch komplett schwarz und die Schrift darauf weiß – was beim Lesen einen spannenden Effekt erzeugt. Ebenso werden bestimmte Schriftzüge, wie zum Beispiel Graffitis, auch in der entsprechenden Schrift abgebildet. Das Buch ist also von vorne bis hinten eine Besonderheit.

Dieses Buch kann ich sehr empfehlen, da es für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren gleichermaßen spannend und unterhaltsam ist. „Darkmouth – Der Legendenjäger“ ist ein spannender Auftakt einer Reihe, der vielversprechend endet. Ich bin also rundum zufrieden. Shane Hegarty verbindet genau die richtige Portion Moral und Monster um das Buch ansprechend zu machen – für Kinder und auch Erwachsene.

Die Illustrationen, das Design und das Experimentieren mit den verschiedenen Schriften machen das Buch zusätzlich interessant. An dieser Stelle also ein Lob an den Verlag für die schöne und ansprechende Umsetzung.

Liebe Eltern, lasst euch nicht von dem „gruseligen“ Aussehen abschrecken – Das Buch ist lustig und unterhaltsam, aber auch in den richten Momenten emotional und realistisch. Werte wie Familie und Freunde werden groß geschrieben und tragen wesentlich zur Entwicklung der Geschichte und des Protagonisten Finn bei. 

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