Sonntag, 14. August 2016

[Rezension] "Der Pinguin meines Lebens" von Tom Michell

Erschienen bei Fischer am 23.06.2016 | Übersetzt von Lisa Kögeböhn
Taschenbuch | 256 Seiten | ISBN: 978-3-596-03602-8 | 9,99 € | Kaufen


Eine wahre und herzergreifende Freundschaftsgeschichte zwischen Mensch und Pinguin, wie es sie noch nie gab.

Der junge Lehrer Tom Michell geht mit 21 nach Südamerika, bereist Urugay und heuert dann in Argentinien als Lehrer in einem Internat an. Was er sucht, ist das ganz große Abenteuer. Womit er nicht rechnet, ist ein Pinguin, der sein Leben verändern soll.

Ein herzergreifendes, traurig-schönes Memoir und ein Geschenk für alle, die im Zoo auch immer zuerst zu den Pinguinen gehen, und für alle Fans von Lassie, Flipper und Bob.
(Quelle: Fischer)
Ich bin ein großer Pinguin-Fan, weshalb mir sofort klar war, dass ich dieses Buch lesen muss. Und tatsächlich ist dieses Buch sehr schön geschrieben und erzählt die Geschichte von Tom Michell, der in Urugay einen kleinen Pinguin gefunden hat.

Die Passagen, in denen er den Pinguin Juan Salvado beschreibt sind äußerst liebevoll geschrieben und man merkt, dass dieser ihm viel bedeutet hat. Dieses Buch erzählt aber nicht nur die Geschichte zwischen dem 21-jährigen Tom und dem Pinguin, sondern auch über Freundschaft, Zusammenhalt und Unterstützung.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass Tom Mitchell auch Kapitel eingefügt hat, die eher einem Sachbuch ähneln – so widmet er ein Kapitel dem Pinguin als Lebewesen und erzählt über seine Biologie und Lebensweise. Andere Kapitel erzählen über Argentinien, sowohl geografisch als auch politisch. Die Handlung des Buches findet hauptsächlich in den 70er Jahren statt, weshalb der Autor auch auf die besonderen politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten zu sprechen kommt. Somit ist das Buch nicht nur eine Unterhaltungslektüre, sondern erweitert auch das Allgemeinwissen. Dies hat mich ebenfalls positiv überrascht.

Cover


So gut und ansprechend der Inhalt auch ist - das Cover sagt mir, zumindest was die Umsetzung angeht, leider gar nicht zu, da man auch als Laie bemerkt, dass die einzelnen Bildteile mit einem Bildbearbeitungsprogramm zusammengeschnitten wurden. Zum Beispiel sieht man an den Händen des jungen Mannes, dass dieser wohl kaum tatsächlich im Sand gesessen hat. Des Weiteren verschwinden die Beines des Protagonisten auf unerklärliche Weise.

Ich habe im Internet gesehen, dass dieses Cover von der englischen Paperbackausgabe übernommen wurde. Schade, dass sich der Fischer Verlag da nicht für ein anderes entschieden hat. Während meiner Recherche bin ich außerdem auf das Cover der englischen Hardcoverausgabe gestoßen, die mir deutlich besser gefallen hat.

„Der Pinguin meines Lebens“ ist ein sehr rührender und liebevoller Roman, der zudem auch lehrreich ist, allerdings durchgehend locker und oftmals mit viel Humor geschrieben ist. Interessant ist auch, wie der Autor seine eigene Biografie erzählt, bzw. einen Teil davon, aber der Fokus ganz eindeutig auf dem geretteten Pinguin liegt. Man merkt, wie viel ihm dieser kleine Pinguin bedeutet hat und wie sehr er sein Leben und das anderer beeinflusst hat.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und würde es jederzeit wieder lesen wollen.

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