Donnerstag, 8. September 2016

[Buchverfilmung] NERVE



Filmstart: 8. September 2016

Hauptdarsteller: Emma Roberts und Dave Franco

Regie: Henry Joost & Ariel Schulman

Drehbuch: Jessica Sharzer

Lauflänge: 96 Minuten

FSK: 12 beantragt





Der Film basiert auf dem Jugendthriller von Jeanne Ryan, der bereits 2013 beim cbt unter dem Titel „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ erschienen. Seit dem 15. August 2016 ist die Filmausgabe (ebenfalls bei cbt) erhältlich.

Das Buch zum Film habe ich bisher noch nicht gelesen und somit waren die Beschreibung und der Trailer meine einzige Informationsquelle. Diese haben mir aber sehr gut gefallen und ich war sehr gespannt auf den Film.

Der Verlag hat mir die Möglichkeit gegeben, den Film vorab zu gucken, wofür ich sehr dankbar bin! Mein Freund und stiller Mitblogger auf TinyHedgehog, durfte ebenfalls mitkommen und erzählt euch in dieser Rezension ebenfalls, wie ihm der Film gefallen hat.

Worum geht’s?


Bist du Watcher oder Player?

Auf Vees (Emma Roberts) Highschool gibt es so gut wie kein anderes Gesprächsthema mehr als die immer riskanter werdenden Challenges, die das illegale Online-Game "NERVE" seinen Spielern stellt. Um ebenso wie ihre Freundin Sydney einmal im Mittelpunkt zu stehen, meldet sich die eher schüchterne Vee kurzentschlossen selbst bei "NERVE" an. Angetrieben vom Kick des Verbotenem bricht Vee mit ihrem ebenso attraktiven wie mysteriösen Game-Partner Ian (Dave Franco) schnell alle Tabus: keine Challenge ist ihnen zu riskant. Über Nacht werden Vee und Ian die Sensation des immer gefährlicher werdenden Spiels! Doch als Vee herausfindet, dass ihre gesamten Social-Media-Accounts gehackt wurden, und versucht, aus dem Spiel auszusteigen, muss sie feststellen, dass es dafür längst zu spät ist...
(Quelle: studiocanal)



Unsere Meinung zu NERVE


TinyHedgehog sagt:

Mir hat der Film ausgesprochen gut gefallen! NERVE ist aufregend, spannend und actiongeladen.

Zunächst fängt es wie ein harmloses Spiel an: Die Protagonisten müssen kleine mehr oder weniger gewagte „Challenges“ erfüllen. Viele Jugendliche werden ähnliche Spielchen aus ihrem eigenen Umfeld kennen. Doch schnell entwickelt sich im Film das recht harmlose Spiel zu einem Wettkampf mit weitreichenden Folgen, bei denen nicht nur eine Person sich in Lebensgefahr begibt.

Die Handlung war nicht übermäßig komplex, was ich es aber auch von einem Jugendbuch, bzw. seiner Verfilmung schon erwartet habe. Trotzdem baut sich eine durchgängige Spannung auf und ich habe mich selbst oftmals ertappt, wie ich bei den Challenges die Luft angehalten habe vor Spannung oder vor Erleichterung gelächelt habe, wenn etwas gut gegangen ist.
Der Film hat aber nicht nur eine spannende, nervenaufreibende Handlung, er hat auch einen wahnsinnig coolen Look! Die Themen Soziale Netzwerke, Technik und Medien haben im Film einen hohen Stellenwert und wurden ansprechend und modern in Szene gesetzt. Als Zuschauer hat man das Gefühl direkt dabei zu sein und alles live mitverfolgen zu können. Oftmals gab es auch Kamerafahrten, die scheinbar mit dem Handy aufgenommen wurden, sodass noch mehr Nähe zu den Protagonisten und somit auch der Handlung hergestellt wurde.

Doch der Film ist nicht nur actionreich, optisch cool und authentisch, sondern regt auch zum Nachdenken an. Gerade die scheinbare Anonymität im Netz und die Bereitwilligkeit der Jugendlichen alles auf Sozialen Netzwerken zu teilen ist ein wichtiger Kritikpunkt dieses Films. Es ist wichtig zu wissen, was für eine Macht und wie viel Verantwortung man hat, wenn man sich im Internet bewegt. Der Film unterstützt diese Botschaft durch den Film hinweg sehr gut.

NERVE ist somit nicht nur was für’s Auge, sondern auch für’s Hirn!


TinyFox sagt:

Da ich bei TinyHedgehog hauptsächlich für die Technik, Webdesign und Korrektur verantwortlich bin, möchte ich mich an dieser Stelle besonders doll bedanken, dass ich als Teil des Teams trotzdem mit zur Pressevorstellung von NERVE eingeladen wurde und euch meine Meinung natürlich nicht vorenthalten:

Die wohl größten Stärken von Nerve sind sowohl Optik als auch Authentizität. Schon zu Beginn verfolgt man realistisch gestaltete Interaktionen zwischen der Protagonistin Vee und ihrem Computer. Dabei taucht man als Zuschauer direkt in das Betriebssystem ein. Die Filmmacher setzen dabei auf Klischees, die der ein oder andere bei der Bedienung seiner technischen Geräte kennt und somit zusätzlicher Realitätsbezug aufgebaut wird. Diese mit Liebe zum Detail und optisch grandios umgesetzte Darstellung von Betriebssystemen auf Computer, Smartphone und Co zieht sich durch den kompletten Film und unterstützt damit durchgehend sowohl Atmosphäre als auch Handlung. Beispielsweise wird auf einer Panoramaaufnahme der Stadt New York, die nebenbei, wie ich finde, ein perfektes Setting abgibt, zwischenzeitig der Standort und die Benutzernamen der Protagonisten eingeblendet, wodurch sogar noch ein visueller Bezug zwischen der digitalen und der echten Welt hergestellt wird. Die tolle Optik zeigt sich außerdem in coolen Kameraeinstellungen, die zum Beispiel direkt aus dem Smartphone heraus gefilmt wurden. Dabei wirkt der Film nicht eine Sekunde visuell anstrengend oder Ähnliches, vermittelt aber eine schöne Dynamik.

Diese Dynamik findet sich leider weniger in der Handlung, die zu meiner Enttäuschung relativ simpel gehalten ist. Das größte Potenzial verschenkt der Film jedoch beim Ende: Die Story endet relativ abrupt und etwas zu banal. Sie arbeitet dadurch leider zu sehr gegen den ansonsten solide gestalteten Spannungsbogen an. Es ist aber weniger diese Banalität, die mich stört, sondern vielmehr das Verhältnis von vielversprechender Optik zu simpel gehaltener Story, wodurch der Film dem Zuschauer mehr verspricht als er eigentlich hält. So ging es zumindest mir. Fairerweise muss man sich vor Augen halten, dass es sich hier um ein Jugendbuch/Film handelt, für den die Komplexität der Handlung mehr als ausreicht. Der Spannungsbogen ist trotzdem stimmig und man ist als Zuschauer nie großartig gelangweilt, denn auch außerhalb der Computer und Smartphones hat der Film visuell und atmosphärisch eine Menge zu bieten: Es sind nämlich nicht nur Dinge, wie Optik, das schon angesprochene Setting, oder die authentische Darstellung der Charaktere (z.B. das „trashig“ getunte Auto des einen Protagonisten), sondern letztendlich die Liebe zum Detail, die sich überall im Film wiederfindet (Abspann!) und vor allem die Thematik, die mich letztendlich überzeugt hat. Der Film behandelt realistische, ernstzunehmende Probleme, die die digitale Welt mit sich bringt und regt zum Nachdenken an. Somit bietet der Film auch ohne komplexe Handlung eine Menge Tiefe und überzeugt auf ganzer Linie durch sein Gesamtpaket.




Wie ihr nun sehen könnt, hat uns beiden der Film viel Spaß gemacht!
Mich freut auch, dass TinyFox (mein Freund) nun auch ein aktiver und für euch sichtbarer Teil des Blogs geworden ist. Im Oktober werden wir beide "Die Insel der besonderen Kinder" im Kino sehen und für euch wieder eine Rezension schreiben.
Was haltet ihr davon, "Doppel-Rezensionen" zu veröffentlichen? Oder möchtet ihr in Zukunft lieber zwei getrennte Postings dafür?

Und die wichtigste Frage: Werdet ihr euch NERVE im Kino ansehen?
Und falls ihr den Film bereits gesehen habt, würden wir beide uns sehr freuen, wenn ihr eure Meinung dazu in den Kommentaren dalasst!


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