Donnerstag, 15. September 2016

[Rezension] "Darwin City" von Jason M. Hough

Erschienen bei Knaur TB am 01.09.2016 | Übersetzt von Simone Heller
Taschenbuch | 608 Seiten | ISBN: 978-3-426-51934-9 | 9,99 € | Kaufen

"Die Letzten der Erde" | 1. Darwin City 2. bisher nur auf Englisch 3. bisher nur auf Englisch

Die Erde 200 Jahre in der Zukunft: Eine Seuche hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht. Schutz vor dem Virus bietet lediglich die Umgebung des Weltraumaufzugs, den geheimnisvolle Aliens in Darwin, Australien, errichtet haben und die nie selbst in Erscheinung getreten sind. Der Aufzug verbindet die Erde mit den seuchenfreien Habitaten im Orbit.

Skyler Luiken, einer der wenigen Immunen, der sich mit Plünderungen in den zerstörten Städten durchschlägt, kann bei einem seiner Aufträge in Tokio Dateien sicherstellen, die Hinweise auf die Rückkehr der Erbauer des Aufzugs enthalten – doch bedeutet dies für die Menschheit die Rettung oder den Untergang?
(Teilweise dem Klappentext entnommen)

Der US-amerikanische Autor Jason Hough bringt in „Darwin City“ viel diskutierte Themen der Sci-Fi-, bzw. Zukunftsliteratur zusammen: Eine Seuche, die den größten Teil der Menschheit vernichtet und Außerirdische. Zudem fügt er noch das aktuelle Thema „Weltraumlift“ hinzu und hat direkt eine explosive Mischung von Themen, die in dieser Kombination viel Potential für Action und Spannung bieten. Dem wird der Autor auch gerecht, lässt aber die Verschwörungen und Mysterien einen wichtigen Teil des Buches einnehmen. Das Miträtseln und Kombinieren hat mir viel Spaß gemacht. Die Geschichte „begleitet“ verschiedene Protagonisten und Jason Hough nutzt geschickte Perspektivenwechsel, um zusätzliche Spannung zu erzeugen.

Auf der Rückseite des Buches zieht ein Satz sofort die Aufmerksamkeit auf sich: „Das Ende der Menschheit ist erst der Anfang“. Leider trifft das nicht nur auf das Setting, sondern auch auf „Darwin City“ im Allgemeinen zu. Es ist der erste Teil einer Trilogie und konzentriert sich somit hauptsächlich auf die Vorstellung der Protagonisten, Schauplätze und die Einleitung der Konflikte. Mit 605 Seiten ist „Darwin City“ zudem nicht gerade kurz und auch der Grund, weshalb ich im Nachhinein etwas frustriert war. So viele Seiten, so viel Lesezeit, aber die eigentliche Geschichte fängt gerade erst an! Während des Lesens ist mir die Länge des Buches aber nicht wirklich aufgefallen, da die Handlung dennoch voller Action ist und mich ständig animiert hat, weiterzulesen. Dazu trägt der Schreibstil des Autors einen wesentlichen Teil bei: Die Sätze sind selten lang und ausschweifend, dafür aber bildhaft und zielgerichtet. Wie ein Film liefen die Bilder in meinem Kopf ab, die Jason Hough mit seiner Geschichte erzeugt. Man sollte sich also von der Dicke des Buches sollte nicht abschrecken lassen.

Es ist kein Einzelband!

Leider hat der Verlag nicht darauf geachtet, in irgendeiner Art auf oder im Buch darauf hinzuweisen, dass es sich bei „Darwin City“ um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Der Untertitel „Die Letzten der Erde“ soll der Reihentitel sein, was mir aber erst nach kurzer Recherche im Internet klar wurde. Ein Hinweis wäre auf jeden Fall von Vorteil gewesen, um mögliche Enttäuschungen von Lesern zu vermeiden, die erst am Ende des Buches merken, dass die Geschichte dort eigentlich erst anfängt.


Physische Merkmale des Buches

Normalerweise achte ich nicht so stark auf die physischen Merkmale eines Buches, es geht ja schließlich um den Inhalt. Doch bei diesem Buch möchte ich anmerken, dass es sehr angenehm in der Hand liegt. Die Seiten sind recht weich und biegsam, was bei dieser Dicke des Buches sehr zum Lesekomfort beiträgt. 
Alles in allem kann ich „Darwin City“ weiterempfehlen. Die vielen verschiedenen Themen, die Jason Hough verknüpft, bieten eine aufregende Ausgangslage und somit viel Potential für Action und Spannung.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge des Buches und der fehlende Hinweis darauf, dass es sich um eine Trilogie handelt. Doch wie ich schon gesagt habe: Die Länge habe ich beim Lesen nicht wirklich wahrgenommen. Das Buch endet natürlich mit einem Cliffhanger, der förmlich nach „mehr davon“ schreit. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird. 
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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