Sonntag, 11. September 2016

[Rezension] "Kalypto - Der Wächter des schlafenden Berges" von Tom Jacuba


Erschienen bei Bastei Lübbe am 23.11.2015 | Broschur | 704 Seiten 
ISBN: 978-3-7645-3106-5 | 12,00 € | Kaufen

"KALYPTO" | 
1. Die Herren der Wälder (Rezension) | 2. Die Magierin der tausend Inseln (Rezension) | 3. Der Wächter des schlafenden Berges

Gabrylon, der Wächter des Schlafes, ist verzweifelt. Seit Tausenden Sonnenwenden wacht er im Inneren eines Vulkans über den magischen Schlaf seiner Brüder und Schwestern – der Magier von Kalypto. Doch nach und nach sterben sie, und Gabrylon kann es nicht verhindern. Nur wenn das eine Dienstvolk gefunden ist, würdig das Zweite Reich von Kalypto zu errichten, darf er die Magier wecken. Nun aber bahnt sich etwas Ungeheuerliches an, von dem Gabrylon nichts ahnt: Ein einfacher Sterblicher, ein Mann aus dem Volk der Waldstämme, macht sich auf den Weg zum Vulkan, um es mit den Magiern aufzunehmen …
(Quelle: Bastei Lübbe)
► Diese Rezension enthält KEINE Spoiler zu den vorherigen Teilen◄

Im nun dritten und letzten Teil der „Kalypto“-Trilogie geht es um die große Konfrontation. Die Grenzen werden gesetzt, Verbündete gefunden, Feinde bekämpft. Nach den ersten beiden, sehr spannenden und aufregenden Büchern, hatte ich natürlich hohe Erwartungen an „Der Wächter des schlafenden Berges“. Diese konnten aber leider nur teilweise erfüllt werden.

Obwohl dies der kürzeste der drei Bände ist, kam er mir stellenweise zu lang vor. Von den anderen Büchern war ich es gewohnt, dass eine rasante Szene auf die nächste folgte und es kaum Zeit für „Verschnaufpausen“ gab. Dieses Buch hingegen ist etwas bedächtiger, ruhiger und das, obwohl die Konfrontationen natürlich um einiges dramatischer sind. Leider hatte ich manchmal das Gefühl, dass der Autor an den falschen Stellen den Wind aus den Segeln genommen hat. Es gab nämlich Kämpfe, die zu abrupt endeten und im nächsten Abschnitt war auf einmal bereits viel Zeit vergangen. Da hätte ich mir noch mehr Action, noch mehr Aufregung für die Kämpfe gewünscht.

Mir hat aber ganz besonders gut gefallen, dass Tom Jacuba alle offenen Fragen in diesem Buch beantwortet und somit den Kreis schließt. Nachdem ich das zweite Buch „Die Magierin der tausend Inseln“ gelesen habe, hatte ich mir eine Liste geschrieben mit allen Fragen, die in meinem Kopf herumschwirrten. Und nachdem ich das dritte Buch zugeklappt habe, war keine unbeantwortet.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist das Setting, in das es die Helden (und Anti-Helden) verschlägt. Nach den ersten zwei Büchern dachte ich, ich wüsste vieles über die Welt von „Kalypto“, doch der Autor konnte mich total überraschen und zwischenzeitlich hatte ich sogar das Gefühl, in einer völlig anderen Welt zu sein. Auch die Menschen, Wesen und Kreaturen, die dieses Buch bevölkern, sind alles andere als langweilig und bringen eine große Vielfalt in die bereits sehr diverse Masse an Protagonisten. 
Meine wohl größten Kritikpunkte an dem Buch sind auf der einen Seite die abrupten Szenenwechsel und auf der anderen Seite die manchmal etwas zu langen, handlungsarmen Passagen. Ich möchte aber betonen, dass ich bei dieser starken Kritik nur den Bezug zu den Vorgängern herstelle. Denn ohne Frage ist „Der Wächter des schlafenden Berges“ ein weiteres, lesenswertes und außergewöhnliches Buch. Nur im Vergleich zu den anderen Teilen dieser Trilogie schneidet es etwas schlechter ab.

Für alle, die bereits die ersten beiden Bände gelesen haben, ist dieses Buch natürlich ein Muss. Es wurden alle offenen Fragen beantwortet, was mir persönlich sehr wichtig war. Und auch für Kenner der Welt von „Kalypto“ bietet dieses Buch viele neue Orte, Menschen und Action.

Von mir gibt es somit eine ganz klare Leseempfehlung!

Ich bedanke mich bei Tom Jacuba und beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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