Freitag, 21. Oktober 2016

[Rezension] "Das Gedächtnis der Welt" von Chriz Wagner

Erschienen bei Endeavour Press am 19.9.2016 | Kindle eBook | 97 Seiten 
ANSIN: B01LBB4XB8 | 2,99 € | Kaufen (Amazon)

"Die Ewigen" | 1. Die Gärten von Rom | 2. Der Bruderpackt  | 3. Die Zeichen der Schuld (Rezension) | 4. Von sterbenden Engeln | 5. Das Gedächtnis der Welt 

Mein Name ist Thyri. Ich lebe ewig. Solange ich zurückdenken kann, bin ich auf der Erde. Ich suche nach meiner Liebe. Und ich suche nach dem Tod. Gemeinsam werden wir eine Antwort finden auf die Frage: Wer bin ich? Ich kann nicht sterben. Ich kann nicht lieben. Ich bin Thyri.

1933 n. Chr.: Thyri hat eine Anstellung im Lesesaal der London Museum Library. Dort, inmitten all der alten Bücher, fühlt sie sich aufgehoben. Sie hat das Gefühl an einem Ort angekommen zu sein, an dem sie sich nicht verstecken muss. Und vielleicht, so hofft sie, findet sie in einem der abertausend Bücher Informationen über ihre Herkunft, ihre Unsterblichkeit – und über Simon, den sie nicht vergessen kann.
Eines Tages wird die Sammlung der Bibliothek um ein ganz besonderes Schmuckstück reicher: Der Codex Sinaiticus, die älteste Bibelübersetzung der Welt, findet seinen Weg nach London. Und während Thyri noch ihr normales Leben genießt, schleicht sich der Codex langsam in ihre Lebenswirklichkeit und verändert alles.
Denn was hat es mit den seltsamen historischen Ungereimtheiten auf sich, die Thyri immer häufiger in den historischen Büchern entdeckt? Sind ihre Freunde, wer sie vorgeben zu sein? Oder findet Thyri unter ihnen vielleicht endlich einen weiteren Ewigen?
(Quelle: Chrizwagner.de)
„Das Gedächtnis der Welt“ ist mein zweites Buch aus der Reihe „Die Ewigen“ von Chriz Wagner. Das erste Buch „Die Zeichen der Schuld“, welches mir ausgesprochen gut gefallen hat, wird aus der Perspektive von Simon erzählt, während dieses Buch nun von Thyri handelt.

Aufgrund der positiven Überraschung meines ersten Buches von Chriz Wagner hatte ich zugegebenermaßen etwas höhere Anforderungen an „Das Gedächtnis der Welt“. Vor allem war ich darauf gespannt, dieses Mal eine weibliche Protagonistin zu begleiten und außerdem ging es um Bibliotheken und ein besonderes Buch – Für mich als Buchliebhaberin immer ein beliebtes Thema.

Leider wurde das Buch den Erwartungen nicht ganz gerecht, da die Geschichte letztendlich ein wenig zu konfus konstruiert war. Am Anfang wird man regelrecht in die Geschichte hineingeworfen ohne einen wirklichen Anhaltspunkt, worum es geht. Dies baut natürlich große Spannung auf und ich wurde sehr neugierig auf den Fortgang der Geschichte. Erst nach und nach kommt der Leser dem Geheimnis auf die Spur und es kommt immer mehr Klarheit auf. Doch auch am Ende blieben Fragen offen, von denen ich mir erhofft hatte, dass diese beantwortet werden würde. 
Auch mit „Das Gedächtnis der Welt“ konnte mich der Autor Chriz Wagner wieder überzeugen. Sein Schreibstil ist sehr bildhaft und er erzeugt durch geschickte Andeutungen Spannung, die mich als Leserin interessiert weiterlesen ließen. Zwar schwächelt das Buch etwas mit der Auflösung all dieser Andeutungen, doch ich kann das Buch trotz dessen empfehlen.
Laut Chriz Wagner lassen sich die Bücher der Reihe „Die Ewigen“ unabhängig voneinander lesen. Dem kann ich so zustimmen, da ich, trotz der fehlenden Zwischenteile, nicht das Gefühl hatte, dass mir wichtige Informationen fehlen würden. 

Ich bedanke mich Chriz Wagner und Endeavour Press für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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