Dienstag, 25. Oktober 2016

[Rezension] "Stone Rider" von David Hofmeyr

Erschienen bei dtv am 23.9.2016 | Übersetzt von Alexandra Ernst
Hardcover | 336 Seiten | ISBN: 978-3-423-76150-5 | 16,95 € | Kaufen

"Stone Rider" | 1. Stone Rider | 2. Blood Rider (vorraussichtlich 2017)


Der Blackwater-Trail: Ein Rennen auf Leben und Tod.

Es ist heiß und trocken, die Luft staubig und giftig, der ganze Planet zerstört und verödet, das Leben hart und karg. Doch es gibt einen Ort, wo alles anders ist: die Sky-Base. Und man kann sich ein Ticket dorthin verdienen, indem man an dem berüchtigten Blackwater-Trail, dem härtesten Motorradrennen der Welt, teilnimmt – überlebt und gewinnt. Die Chancen: minimal. Das Risiko: lebensgefährlich. Und doch hat Adam nicht viel zu verlieren. Zunächst. Doch dann geht er wider besseren Wissens Allianzen ein, schließt Freundschaften, verliebt sich sogar. Damit macht er sich verwundbar. Und plötzlich hat er alles zu verlieren...
(Quelle: dtv)
Bereits als ich die Beschreibung zu diesem Buch las, dachte ich sofort an den Film „Mad Max: Fury Road“, der vor einiger Zeit in den Kinos lief. „Stone Rider“ ist ein Jugendbuch und somit natürlich nur begrenzt mit dem Film vergleichbar, der eine Altersfreigabe von 18 hat. Doch die Umgebung und die Stimmung sind sich in gewisser Weise sehr ähnlich.

Der Protagonist Adam lebt in einer postapokalyptischen Welt, in der das Leben auf der Erde nicht einfach ist und sich eine Gruppe privilegierter Menschen in die Sky-Base abgesetzt hat. Für die Menschen auf der Erde gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie schuften ihr ganzes Leben lang in den Minen, die den Menschen der Sky-Base wertvolle Rohstoffe liefern oder aber sie werden „Rider“, Motorradfahrer, die an gefährlichen Rennen teilnehmen.

Die Handlung des Buches ist zwar nicht übermäßig komplex, aber sehr aufregend und abenteuerlich. Die ein oder andere unerwartete Wendung gibt es auch, die für Abwechslung sorgt. Zudem beschreibt David Hofmeyer sowohl die Umgebung als auch die Protagonisten sehr bildhaft und atmosphärisch. Beim Lesen hatte ich das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein.

In „Stone Rider“ wird Altes mit Neuem verbunden: Die Ortschaft und die Rennstrecke erinnern an die typischen alten Wildwest-Filme, während die Handlung in die Zukunft versetzt wurde. Ein Konzept, dass, wie ich finde, sehr gut funktioniert und einen großen Reiz hat.

Die Hauptattraktion des Buches ist das Rennen. Es wird kaum etwas zur Entstehung der vorherrschenden Gesellschaft erzählt, noch was die Sky-Base genau ist und was dort vorgeht. Wer also eher auf eine komplexere Dystopie hofft, dürfte von „Stone Rider“ enttäuscht sein. Ich fand es aber ganz erfrischend, dass es mal nicht um die größeren politischen Machtkämpfe ging, sondern nur um das „Spiel“.  
Im Englischsprachigen Raum wird das Buch mit „Mad Max trifft Die Tribute von Panem“ beworben und genau so kann man sich das Buch auch vorstellen. Die Rennen in der Wüste haben mich zudem ein wenig an die Podrennen von Anakin Skywalker aus „Star Wars“ erinnert. Diese Mischung funktioniert sehr gut und somit bietet „Stone Rider“ rasante Unterhaltung mit einer abenteuerlichen Geschichte. Der Fokus liegt mehr auf dem Rennen, was das Buch lockerer und auch spannender macht. Die Handlung ist stellenweise etwas brutaler, sodass ich das Buch für Leser ab 13 empfehlen würde (Der Verlag empfiehlt das Buch ab 14 Jahren).

Das Buch bekommt von mir eine klare Empfehlung für Jugendliche. Denn obwohl es stellenweise etwas vorhersehbar war, ist es trotzdem sehr packend geschrieben, was unter anderem daran liegt, dass die bildhaften Beschreibungen den Leser mitten in die Handlung ziehen. 
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Kommentare:

  1. Hey Lena =)
    Super, dass es dir so gut gefiel!!
    Werde leider erst demnächst damit anfangen, aber ich freue mich grad sehr drauf *.*
    Dass es nicht nur um die Politik/Geschehnisse vorher geht, hört sich auch klasse an =)

    LG ♥
    Anna

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    1. Hey Anna,
      Ich wünsche dir jetzt schon einmal ganz viel Spaß mit dem Buch! Ich hoffe dir wird es auch so gut gefallen wie mir!

      Liebste Grüße!

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  2. Hey,

    ich war ja sehr gespannt, wie du das Buch findest. Mich schreckt ja das ganze "Rennfahren"-Thema total ab, weswegen ich das Buch eigentlich gar nicht lesen möchte.

    Jetzt klingt du aber so begeistert, dass ich schon fast neugierig geworden bin, ob ich es dem Buch nicht doch mal eine Chance geben sollte. Ist es denn eher was für jüngere Leser? Das mag ich nämlich nicht so.

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Hey Lena,

      Wenn dich das Thema abschreckt, dann ist das wohl nichts für dich. Wie ich schon in der Rezension geschrieben habe, geht es wirklich fast nur darum. Außerdem würde ich das schon eher in die Gruppe 13-16 einordnen. Stellenweise merkt man als erwachsener Leser schon, dass es eben etwas simpler und naiver gestrickt ist (aber eben auch nicht zu sehr!) .

      Liebste Grüße!

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