Dienstag, 8. November 2016

[Rezension] "Frostflamme" von Christopher Husberg

Erschienen bei Knaur am 4.10.2016 | Übersetzt von Kerstin Fricke
Klappenbroschur | 704 Seiten | ISBN: 978-3-426-51920-2 | 14,99 € | Kaufen

"Die Chroniken der Sphaera" | 1. Frostflamme 2. Dark Immolation (Engl.; vrmtl. Juni 2017) 
3. Heart's Night (vrmtl. 2018) | 4. Fear the Stars (vrmtl. 2019) | 5. Dawnrise (vrmtl. 2020)


An einem eisigen Morgen ziehen Fischer einen schwerverletzten Mann aus dem Golf von Nahl. Noth, wie sie den Fremden nennen, leidet unter Erinnerungs-Verlust und weiß nicht, wer er ist.
Die Fischerstochter Winter ist eine junge Frau aus dem Volk der Tiellan, das gerade erst Jahrhunderten der Unterdrückung entkommen ist. Sie verliebt sich in den Fremden, doch als am am Tag ihrer Hochzeit werden sie von einem Dutzend Bewaffneter angegriffen, die die Tiellan töten und Noth entführen wollen, wird klar, dass Noths Vergangenheit dunkle Geheimnisse birgt.
Um Winter zu schützen, verlässt Noth die Stadt und macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Doch Winter folgt ihm und entdeckt, dass auch sie eine bisher unbekannte Seite birgt. Denn die geheimnisvolle Droge Frost verleiht ihr magische Kräfte, die sie aber auch von innen heraus zu zerstören drohen. Doch noch größere Mächte treiben ihr Unwesen in Sphaera und drohen diese zu vernichten...
(Quelle: Teilweise dem Klappentext des Verlages entnommen)

„Frostflamme“ tritt wie ein wahrer Epos auf: Nicht nur der Umfang des Buches sondern auch der Inhalt stellt sofort klar: Hier geht es um’s große Ganze.
So begleitet der Leser verschiedene Protagonisten, von denen jeder seine Eigenarten, Kräfte und Beweggründe hat. Durch die spannenden und vielseitigen Erzählstränge wird der Leser den Protagonisten näher gebracht. In gewisser Weise sind auch alle diese Stränge miteinander verknüpft, was der Geschichte zusätzliche Dynamik verleiht.

In der Geschichte geht es um eine große Reise, auf die sich die Protagonisten machen, um ihr Ziel zu erreichen – auch wenn manchen gar nicht klar ist, wo dies überhaupt ist. Stellenweise fühlte ich mich da sehr an die großen Wanderungen aus „Der Herr der Ringe“ erinnert, da auch dort eine Gruppe verschiedenster Personen ihre große Reise antreten. Doch das war das Einzige, was in mir den Vergleich hervorrief. „Frostflamme“ schlägt jedoch seinen eigenen Weg ein und kombiniert gekonnt bekannte Elemente mit neuen Ideen. Es ist ein starker Einstieg in „Die Chroniken der Sphaera“, die fünf Bände umfassen werden.

Christopher Husberg hat eine Welt mit Magie, Göttern und Dämonen erschaffen, die mir beim Lesen lebhaft vor Augen stand. Gerade das ein oder andere unerwartete Element, konnte mich von der Geschichte überzeugen. 
Das erste Buch der „Chroniken von Sphaera“ ist ein durchaus gelungener erster Teil. An der ein oder anderen Stelle, hätte man vielleicht etwas kürzen und an anderen etwas ausführlicher werden können, doch das ist jetzt Meckern auf hohem Niveau. Mich interessiert der Fortgang der  die Geschichte und ich werde auf jeden Fall weiterlesen. Denn das Ende von „Frostflamme“ verspricht eine packende und aufregende Fortsetzung! 
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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