Sonntag, 6. November 2016

[Rezension] "It's teatime, my dear!" von Bill Bryson

Erschienen bei Der Hörverlag am 25.04.2016 | Übersetzt von Thomas Bauer 
Hörbuch (gekürzt)  | 618 Minuten (10h 18min) | Gelesen von Oliver Rohrbeck
ISBN: 978-3-8445-2122-1 | 19,99 € | Kaufen

Vor über dreißig Jahren beschloss der Amerikaner Bill Bryson, England zu seiner Wahlheimat zu machen und für einige Jahre dort zu leben. Damals brach er auf zu einer großen Erkundungsreise quer über die britische Insel. Inzwischen ist er ein alter Hase, was die Eigentümlichkeiten der Engländer betrifft, aber dennoch entdeckt er immer wieder Neues, was ihn fasziniert und amüsiert. Kein Wunder also, dass es ihn reizt, diese Insel erneut ausgiebig zu bereisen. Von Bognor Regis bis Cape Wrath, vom englischen Teehaus bis zum schottischen Pub, von der kleinsten Absteige bis zum noblen Hotel, Bryson lässt nichts aus und beantwortet zahlreiche Fragen. Wie heißt der Big Ben eigentlich wirklich? Wer war Mr. Everest? Warum verstehen sich Amerikaner und Engländer nur bedingt? Bill Bryson will noch einmal wissen, was dieses Land so liebenswert macht, und begibt sich auf den Weg – schließlich ist er wieder reif für die Insel!
(Quelle: Der Hörverlag)
In diesem (Hör-)Buch wiederholt Bill Bryson seine Reise durch England, die er vor Jahren unternommen hat und in seinem Roman „Reif für die Insel“ zusammenfasste. Diesmal wählt er andere Orte und entdeckt viele neue Dinge.
Ich habe „Reif für die Insel“ nicht gelesen oder gehört, weshalb ich nicht beurteilen kann, ob sich Informationen aus dem anderen Buch wiederholen oder inwiefern sich die Bücher ähnlich sind.

„It’s teatime, my dear!“ ist in einer lockeren Sprache und mit viel Humor geschrieben, wobei der Humor sehr oft in Sarkasmus umschlägt. Mir hat das sehr gut gefallen, da Bill Bryson zwar die vielen Schrullen und Seltsamkeiten beschreibt, dies aber sehr unterhaltsam tut. Oftmals musste ich bei diesem Hörbuch auflachen und habe die Stellen auch meiner Familie und Bekannten zitiert. Schade, dass ich es als Hörbuch habe, da ich gerne auch längere Passagen daraus vorgelesen hätte. Wer also gerne in solchen Büchern zurückgeht und Passagen vorlesen will oder einfach nur für sich selbst noch einmal liest, sollte lieber zum gedruckten Buch greifen.

Das Buch ist eine wahre Quelle von Fakten! Bill Bryson bemüht sich sehr, dies passend und locker einzubringen, was ihm meist auch gut gelingt. Trotzdem konnte ich selten mehr als eine Stunde am Stück hören, da sich sonst bei mir die vielen Orte, Zahlen und Personen im Kopf vermischt haben. Ich empfehle also, dieses Buch immer mal wieder zur Unterhaltung zu hören. Dies ist auch sehr gut möglich, da Bill Bryson zwar durch das Land reist und es somit eine kontinuierliche Handlung gibt, die Kapitel aber eher in sich abgeschlossen sind.


Sprecher

Oliver Rohrbeck liest das Buch sehr lebendig und unterhaltsam. Mir hat es viel Spaß gemacht, zuzuhören und mit ihm das Land zu erkunden. Vielen dürfte Oliver Rohrbeck als Justus Jonas von „Die drei ???“ bekannt sein und auch hier fühlte ich mich am Anfang stark daran erinnert, doch schnell änderte sich das und ich hörte Bill Bryson dabei zu, wie er seine Reise unternahm.

Alles in allem bin ich ziemlich zufrieden mit dem Hörbuch, da es mir viel Spaß gemacht hat zuzuhören, was sowohl an Bill Brysons Schreibstil und Humor liegt, aber auch am Sprecher Oliver Rohrbeck, der der Geschichte Leben und Dynamik eingehaucht hat. Obwohl ich bereits die gekürzte Fassung gehört habe (10h 18min), hätte das Hörbuch auch noch weitere Kürzungen vertragen können. Für mich waren es letztendlich zu viele Orte, Personen und Daten, die das Buch in die Länge gezogen haben. Als gedrucktes Buch hätte ich das vielleicht nicht so stark bemängelt, aber beim Hörbuch habe ich dadurch schon etwas mit der Konzentration kämpfen müssen.

Für England-Fans und diejenigen, die mehr über das Land erfahren wollen, ist das Hörbuch sehr gut geeignet. Man erfährt so einige Sachen, die wohl in keinem Reiseführer stehen und in mir den Wunsch entfacht haben, diese Orte ebenfalls zu besichtigen.

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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