Donnerstag, 28. April 2016

[Rezension] "Das Lied von Eis und Feuer - Das offizielle Malbuch" von George R. R. Martin

Erschienen bei Penhaligon am 14.03.2016  | Klappenbroschur | 45 s/w Abbildungen 
ISBN: 978-3-7645-3155-3 | 11,99 € | Kaufen

Dieses Malbuch beinhaltet viele tolle Motive aus der Welt der bekannten "Ein Lied von Eis und Feuer"-Reihe. Es gibt Landschaften, Personen, Wappen, Tiere und vieles mehr.

Diese vielen Motive wurden von 5 verschiedenen Illustrationen gezeichnet, wodurch der Stil der Zeichnungen teilweise stark von einander abweicht.

Die Illustratoren
(Per Klick kommt ihr auf die Homepage der Illustrationen - Schaut dort unbedingt vorbei!)


Es gibt 45 schwarz-weiße Illustrationen in diesem Malbuch. Auf der gegenüberliegenden Seite steht jeweils ein passendes Zitat aus den Büchern der Reihe. Dies gefällt mir sehr gut, da so die Bilder nur einseitig gedruckt sind. Bei einigen anderen Büchern ist mir aufgefallen, dass die Illustrationen sowohl Vorder- als auch Rückseite einnehmen, was unpraktisch ist, sollte man einzelne Bilder heraustrennen wollen oder eventuell mit Filzstiften malen. In diesem Buch kann man also auch ruhig mit Filzstiften malen, ohne Gefahr zu laufen, dass diese auf die Rückseite durchdrücken und somit ein anderes Bild unbrauchbar machen würden.


Ich finde die Zusammenstellung der verschiedenen Motive sehr gelungen: Es ist von allem etwas da, sodass man eine große Auswahl hat. Es ist auch schön, dass verschiedene Charaktere eine eigene Seite bekommen haben, auch wenn es mich wundert, dass wichtige Personen wie Jon Snow, Arya Stark, Daenerys Targaryen oder Tyrion Lannister fehlen. Sollte es ein weiteres Malbuch zu der Reihe geben, so hoffe ich, dass diese dort ihren Platz bekommen.

Ein wichtiger Punkt, den ich hier nicht unerwähnt lassen will, ist, dass sich die Zeichnungen der Charaktere nicht an den Schauspielern der Serie orientieren! Natürlich sind gewissen Ähnlichkeiten vorhanden, doch man sollte hier keine Abbilder der Schauspieler erwarten.


Durch die verschiedenen Stile der Illustratoren haben die Zeichnungen auch sehr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Ausmalen. Es gibt sehr sehr reduzierte Bilder, aber auch sehr detaillierte, skizzenähnliche Illustrationen. Insgesamt überwiegen allerdings die vielen Details, womit es eindeutig eher für geduldige und feinfühlige Personen geeignet ist.

Ich habe bisher nur mit Buntstiften ausgemalt und würde das sehr empfehlen. Gerade bei den detaillierten Zeichnungen bietet es sich an, da man so gut Farbverläufe einbauen und auch die Intensität der Farben bestimmen kann. Ich denke aber, dass man auch mit Filzstiften oder anderen Malutensilien schöne Ergebnisse erzielen kann.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Malbuch und hatte bisher schon viel Spaß beim Ausmalen. Ich finde es toll, dass so viele verschiedene Motive angeboten werden und dass auch insgesamt viele Illustrationen vorhanden sind.

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich, die jedoch nicht so schwer wiegen, sondern eher kleine Anmerkungen sind:
Es sind viele Wappen vorhanden, die in der Menge in diesem Malbuch nicht notwendig gewesen wären. Mehr andere Charaktere oder Orte wären wohl interessanter gewesen.
Viele der detaillierten Bilder fordern Farben der gleichen Farbgruppe (so zumindest habe ich es mir vorgestellt), deshalb musste ich teilweise bereits im Voraus überlegen, wie ich das Bild ausmalen will. Es kann gut sein, dass es nur mir so geht, aber unerwähnt wollte ich es trotzdem nicht lassen. Dieses Vorausdenken und Überlegen, welche Farben und Kombinationen man verwenden möchte, führt aber natürlich auch zu einem intensiverem kreativen Prozess.

Ich kann das Malbuch aber allen Fans der TV-Serie "Game of Thrones" und der Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" sehr empfehlen. Ich denke, dass bei so vielen verschiedenen Motiven und so unterschiedlichen Zeichenstilen für jeden Geschmack etwas dabei ist. 
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 


Fotos wurden von mir gemacht und dürfen ohne meine Einverständnis nicht verwendet werden. Rechte an den Illustrationen im Buch habe ich nicht, diese liegen bei den jeweiligen Künstlern und dem Verlag.

Dienstag, 26. April 2016

[Rezension] "Gebrauchsanweisung für Kuba" von Jürgen Schaefer

Erschienen bei Piper am 23.11.2015 | Flexcover | 224 Seiten | 
ISBN: 978-3-492-27664-1 | 14,99 € | Kaufen

Wofür […] steht Kuba? Wer nach Kuba reist, kommt mit vielen Fragen zurück, auf die es keine eindeutige Antwort gibt: Ist Kubas Revolution gescheitert, auch wenn sie Millionen Menschen durch ihre legendäre Gesundheitsfürsorge das Leben gerettet hat? Wären die Menschen auf Kuba glücklicher, wenn ihr Land den USA ähnlicher würde? Warum gehen Menschen, die in einer Diktatur aufgewachsen sind und in ständiger Angst vor der Staatssicherheit leben müssen, die zudem eine schwere Nahrungskrise überstanden haben, so weitgehend unbeschwert und fröhlich durchs Leben? 
(Zitat, Seite 12)

Autor

Jürgen Schaefer, Jahrgang 1965, berichtet als Reporter seit 1998 über Kuba. Er hat vier Jahre in Havanna gelebt und war von 2001 bis 2004 permanent als Korrespondent auf Kuba akkreditiert. Seitdem reist er jedes Jahr auf die Insel. Er ist mit einer Kubanerin verheiratet. Seit 2005 arbeitet er als Redakteur beim Magazin GEO in Hamburg und hat dort unter anderem das »GEO Special Kuba« konzipiert und betreut.
(Quelle: Piper Verlag)

„Gebrauchsanweisung für Kuba“ ist ein sehr informatives und interessantes Buch über das Leben und die Menschen Kubas. 

In diesem Buch wird sowohl die Geschichte Kubas von ihren Anfängen bis heute, als auch die vielfältige Natur und Kultur der Insel dargestellt. Jürgen Schaefer verpackt die vielen Fakten und Zahlen interessant und ansprechend, sodass ich mit viel Interesse seinen Ausführungen folgte. Mit angemessener Detailtreue, aber ohne ausschweifend zu werden, erzählt er, was Kuba bisher alles erlebt hat, was es geprägt hat und wie es zu dem Land geworden ist, das es heute ist. Er beleuchtet dabei alle Seiten gleichmäßig und zeigt, welche guten und welche schlechten Seiten Kubas Vergangenheit und Gegenwart aufweisen. Jürgen Schaefer erzählt kritisch, aber nicht unbedacht, was für Probleme die Revolution auf Kuba mit sich brachte, aber eben auch, was alles Gutes aus ihr hervorgegangen ist. 

„Nur wenige wissen um die Vielfalt in Kubas Naturparadiesen: Hier leben mehr einzigartige Tier- und Pflanzenarten als auf den Galápagos-Inseln“ 
(Seite 67)

Ich habe nach dem Beenden des Buches das Gefühl, das Land besser zu kennen und zu verstehen. Es werden in diesem Buch viele verschiedene Themen abgedeckt: Geschichte, Zigarren, Politik, Sexualität, Naturschutz, Medizin, etc. Das bunte Spektrum bietet dem Leser also von allem etwas. Da jedes Thema ein eigenes Kapitel hat, kann man diese auch gut unabhängig voneinander lesen oder auch mal welche auslassen.

Cover

Das Cover ist sowohl vorne als auch hinten schön gestaltet. Der Kontrabass spielende Kubaner strahlt Fröhlichkeit aus und der blaue Himmel lässt einen ins Träumen geraten. Hinten findet sich ein Bildausschnitt mit einem für Kuba typischen Oldtimer. Warum der Buchrücken und ein Teil der hinteren Seite rosa gefärbt ist, war mir zunächst nicht ganz klar und ich fand es etwas seltsam, doch nach einer bestimmten Stelle im Buch hat auch das Sinn ergeben. 

Ich kann das Buch absolut empfehlen: ob als Reisevorbereitung, aus eigenem Interesse oder einfach nur so – Das Buch ist so toll und locker geschrieben, dass ich es sehr gerne gelesen habe und viel Spaß dabei hatte. Jürgen Schaefer schafft es spielend die wichtigsten Fakten und Eckdaten zu vermitteln, ohne belehrend zu wirken. Man merkt dem Autor auch an, dass ihm das Land wichtig ist, denn man kann die Leidenschaft und das Auge fürs Detail auf jeder Seite erkennen.

„… und gehe ich verloren, so sucht mich in Kuba“ 
(Federico García Lorca, Seite 13)

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Montag, 25. April 2016

{Montagsfrage} Magst du Bildbände?


Dieses Wochenende habe ich mal wieder richtig viel gelesen. Ich hatte mir nämlich für den Welttag des Buches, der ja am Samstag war, vorgenommen das Buch in den Vordergrund zu stellen. Eigentlich wollte ich mir ein neues Buch in meiner Lieblingsbuchhandlung kaufen, aber da ich dafür kein Geld übrig hatte, wurde es ein klassischer Lesetag (bzw. Wochenende). 
Zum Welttag des Buches habe ich auf meinem Blog ein Gewinnspiel gestartet, bei dem ihr "Morgens leerer, abends voller" von Tobias Keller gewinnen könnt. Schaut doch mal vorbei, da ich dort auch meine bisherigen drei Jahreshighlights vorstelle. 

Nun aber zur Montagsfrage, die wie immer von Svenja alias Buchfresserchen betreut wird. 

Magst du Bildbände gerne und wenn ja, welche Art?


Ich mag Bildbände eigentlich sehr gerne. Sowohl die "klassischen" mit (viel) Text und großen Fotos, aber auch Comics, Graphic Novels und Manga. Letzteres ist eher wenig bei mir vorhanden. 

Wirklich viele Bildbände besitze ich eigentlich nicht, aber die die ich habe, mag ich sehr gerne. Ich habe einen "Leonardo da Vinci"-Bildband, der riesig und schwer ist, in dem ich immer wieder gerne blättere. Es sind viele tolle Bilder seiner Gemälde, Skizzen und Erfindungen enthalten. 

Habt ihr Bildbände zu Hause?
Wenn ja, welche gefallen euch besonders gut?

Samstag, 23. April 2016

{Welttag des Buches} Meine Buchhiglights 2016 und *Gewinnspiel*



Es ist der Welttag des Buches und somit ein guter Tag um die besten Bücher in den Mittelpunkt zu stellen. Damit greife ich auch die tolle Aktion "Blogger schenken Lesefreude" auf. 
Ich werde euch nun drei meiner Buch-Highlights des bisherigen Jahres vorstellen und kurz erläutern, warum sie mir so gut gefallen haben. 

Am Ende des Beitrags findet sich ein Gewinnspiel, an dem ihr bis morgen, Samstag, den 30. April 2016 bis 23:59 Uhr teilnehmen könnt! (Mehr Informationen findet ihr weiter unten)

Doch nicht nur der Welttag des Buches ist heute, sondern auch der 400. Todestag des weltbekannten William Shakespeare! Gerne hätte ich euch heute einen kleinen Einblick in das Buch "Auf den Spuren von William Shakespeare" gegeben, das mir der Knesebeck Verlag freundlicherweise zur Verfügung stellt, aber leider ist es nicht rechtzeitig angekommen. Das Buch werde ich euch natürlich trotzdem noch zeigen und eine Rezension dazu veröffentlichen, aber das kommt dann erst in den nächsten Wochen. 

Meine Buchhighlights Januar bis April 2016



"Kalypto - Die Magierin der tausend Inseln" von Tom Jacuba

Dies ist der zweite Teil der High-Fantasy-Trilogie "Kalypto", in der es um große Schlachten, Magier und das Spiel der Mächtigen geht. Klingt zwar zunächst sehr typisch für einen Fantasyroman, ist aber alles andere als langweilig. Tom Jacuba, der bereits unter seinem echten Namen Thomas Ziebula historische Romane geschrieben hat, hat die Bücher voll mit Action, Drama und Magie gepackt. Solltet ihr Fantasy mögen und das erste Buch noch nicht kennen, dann solltet ihr unbedingt einen Blick hinenwerfen. Und lasst euch bloß nicht von der Dicke der Bücher abschrecken! Hat man erst einmal angefangen zu lesen, fliegen die Seiten nur noch dahin. 

Meine Rezensionen zu ►Teil 1◄ und ►Teil 2◄




"Stockmans Melodie" von João Tordo

Dieses Buch war mehr oder weniger mein erster Ausflug in die "echte", anspruchsvolle Literatur. Und ich hatte direkt Glück: Das Buch ist wahnsinnig spannend geschrieben und konnte mich vollends überzeugen. Es geht um einen gescheiterten Kontrabassisten, der auf einem Konzert einen Pianisten hört, der seine Komposition spielt - eine, die er nie veröffentlicht hat! Der portugiesische Autor João Tordo schafft es, den Leser in den Bann zu ziehen. Etwas vergleichbares habe ich noch nicht gelesen und bin schon sehr gespannt auf die anderen Werke des Autors (Die Übersetzung eines weiteren Romanes beim Droemer Verlag ist in Planung!). 
Nicht nur für Liebhaber der "gehobenen Unterhaltung" ist dieses Buch ein Empfehlung.

Meine Rezension zu ►"Stockmans Melodie"◄




"Gebrauchsanweisung für Kuba" von Jürgen Schaefer

Dieses Buch ist kein Roman, sondern eher ein Sachbuch. Jürgen Schaefer hat einige Zeit in Kuba gelebt und erzählt in dem Buch über das Land, die Leute, die Geschichte, die Umwelt und vieles mehr. Man bekommt einen umfassenden Einblick in diese wundersame und wundervolle Insel, die in vielerlei Hinsicht einzigartig ist. Das Buch ist sehr interessant geschrieben, und trotz der vielen Fakten, fühlte ich mich nie gelangweilt. Eine absolute Empfehlung für eine lehrreiche und schöne Lektüre!

Meine Rezension kommt nächste Woche auf dem Blog online. 




Gewinnspiel 


Nachdem ich euch nun Buchtipps gegeben habe und ihr vielleicht sogar deshalb Interesse für eines dieser Bücher habt, möchte ich euch ein weiteres Buch vorstellen, das ihr gewinnen könnt! 

Es ist kein 5 Sterne Buch, wie ihr in meiner ►Rezension◄ nachlesen könnt, aber es konnte mir einige lustige und sehr unterhaltsame Lesestunden bescheren, weshalb ich hoffe, auch euch diese Lesefreude schenken zu können.

Bitte beachtet, dass ich das Buch bereits gelesen habe. Es befindet sich aber in sehr gutem Zustand ohne Leserillen.

Es handelt sich um das Buch "Morgens leerer, abends voller" des Debütautors Tobias Keller.



Bei Fabian Dreher, 28 und Lehrer, läuft's gerade gar nicht rund. Seine Freundin Tine kehrt früher als geplant von ihrem Selbstfindungstrip aus Mexiko zurück: als Radikal-Veganerin mit radikalem Kurzhaarschnitt und ›Poseidon‹ im Gepäck, einem arroganten, fetten Kater. Und dann diese Wette mit Erzfeind Frühling: Im Vollsuff hat Fabian mit seinem Lehrer-Kollegen gewettet, in der Lernstandserhebung mit seinen Schülern besser abzuschneiden. Hier geht es nicht nur um die Ehre, sondern auch um Fabians Auto, seinen Job und die Verbeamtung. Und nicht zuletzt um Fabians schwierige - äh, besondere - 9a, mit der er sich durch die bekloppte Wette in eine fatale Abhängigkeit begeben hat. 
(Quelle: dtv)


Wenn ihr das Buch gewinnen möchtet, beantwortet mir folgende Fragen in den Kommentaren: 

Habt ihr bereits eines meiner Highlights 2016 gelesen oder konnte ich euch vielleicht für eines dieser Bücher interessieren? 

Welches Buch hat euch bisher 2016 am besten gefallen? 

Teilnehmen könnt ihr bis Samstag, den 30. April 2016 bis 23:59 Uhr in den Kommentaren zu diesem Beitrag. Der/Die Gewinner/in wird dann am Sonntag, den 1. Mai 2016 verkündet und hat bis Freitag, den 6. Mai 2016, Zeit sich bei mir zu melden. Sollte sich der/die Gewinnerin nicht melden, wird das Buch neu verlost. 

Teilnahmebedingungen: 
- Gewinner wird per Papierlos ermittelt
- Teilnahme nur im angegebenen Zeitraum
- Nur ab 18 Jahren
- Versand nach Deutschland, Schweiz und Österreich
- Keine Barauszahlung möglich
- Keine Haftung meinerseits bei Verlust auf dem Postweg
- Eure Adresse wird nur zum Versand des Buches genutzt und nicht an Dritte weitergegeben! 
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Ihr müsst kein Follower meines Blogs sein, aber ich würde mich darüber natürlich freuen! 

Mittwoch, 20. April 2016

[Rezension] "The Scorch Trials" von James Dashner

Erschienen bei Chicken House UK am 04.08.2011 | Taschenbuch | 384 Seiten 
ISBN: 9781906427795 | £7.99 

"Maze Runner" | 1. The Maze Runner | 2. The Scorch Trials | 3. The Death Cure
Prequel: The Kill Order, The Fever Code (Sept. 2016)

Sie sind aus dem Labyrinth entkommen. Thomas war sich sicher, dass er und die „Gladers“ ihr Leben zurückbekommen würden. Doch niemand wusste, in was für ein Leben sie zurückkehren würden.
Die Erde wurde durch Sonnenstürme zerstört und ist nun ein einziges Ödland. Die Menschen der Welt haben sich mit einem Virus namens „The Flare“ angesteckt, der sie in einen mörderischen Irrsinn treibt. In den zerfallenen Städten jagen sie nach ihren nächsten Opfern.
Für Thomas und seine Freunde war das Labyrinth erst der Anfang, denn nun müssen sie in der echten Welt kämpfen und sich fragen, was WICKED damit bezweckt…

„The Scorch Trials“ setzt genau dort an, wo „The Maze Runner“ aufgehört hat. Obwohl es bei mir schon über ein Jahr her ist, seit ich das erste Buch gelesen habe, kam ich schnell wieder in die Geschichte rein und war mit den meisten Protagonisten auch schnell vertraut. Dieses Mal sind die Jugendlichen nicht mehr in einem Versuchsgelände wie dem Labyrinth, sondern werden der echten, unbarmherzigen Welt ausgesetzt. Die vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen sind sehr einnehmend beschrieben und erzeugten eine atemlose Spannung. 

Während der erste Teil zunächst noch eher dystopische Züge aufwies, ist „The Scorch Trials“ eindeutig in die Post-Apokalypse einzuordnen. Dies zeigt der Autor James Dashner deutlich anhand von gruseligen und erschreckenden Begegnungen mit „Cranks“, den wahnsinnigen und mörderischen Menschen, die vom Virus zerfressen wurden und die jegliche Menschlichkeit verloren haben.  

Als Leser begleiten wir Thomas, dem immer mehr bruchstückhafte Erinnerungen aus der Vergangenheit einfallen. Sowohl Thomas als auch den Leser treibt die Frage an, wozu die Jugendliche solchen Torturen ausgesetzt werden und was es mit WICKED auf sich hat. 

Sprache


Im ersten Buch wurde man als Leser mit vielen neuen, bzw. ausgedachten Wörtern konfrontiert. Die „Gladers“ haben in ihrer Zeit im Labyrinth ein ganz eigenes Vokabular entwickelt, welches im ersten Buch einige Schwierigkeiten im Verständnis erzeugte. In diesem Buch jedoch konnte ich alles gut verstehen, da diese eigene Sprache nur noch selten eingesetzt wurde und ich bereits mit den benutzen Worten vertraut war. 

James Dashner bedient sich eines schriftstellerischem Tricks, der zwar abgenutzt wirkt, aber seine Wirkung absolut nicht verfehlt: Cliffhanger am Kapitelende. Nicht selten habe ich deshalb immer weiter gelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es denn weiter geht. Zudem sind die Kapitel auch nicht sehr lang, was diesen Effekt noch verstärkt hat. 

Cover


Die britische Ausgabe den Chicken House Verlages, die ich mir gekauft habe, finde ich sehr ansprechend und interessant gestaltet. Ich finde es toll, wie das eigentliche Coverbild durch die Buchstaben des Titels zu sehen ist. Das erzeugt das Gefühl, durch ein Fenster in diese apokalyptische Welt zu gucken. 
>Hier< habe ich für euch die verschiedenen Cover des Buches im Vergleich dargestellt.

Genau wie auch das erste Buch, hat mir „The Scorch Trials“ gut gefallen. Durch die vielen abenteuerlichen und auch grusligen Momente erzeugt der Autor eine apokalyptische Stimmung, die spannend und einnehmend ist. James Dashner hat ein Buch geschrieben, das „echt“ wirkt: schonungslos wird hier der Kampf der Jugendlichen gegen Natur und Mensch beschrieben. 

Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Buch, von dem ich mir allerdings beim Lesen erhofft hatte, etwas mehr über die Hintergründe dieser grausamen Tests zu erfahren. Da es aber der Mittelteil der Trilogie ist, war es auch irgendwie zu erwarten und ich bin nun sehr gespannt, wie alles im dritten und letzten Teil der Trilogie aufgelöst wird. 


(Coverrechte liegen beim Verlag)

Dienstag, 19. April 2016

[Rezension] "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte" von Salman Rushdie


Erschienen bei der Hörverlag am 21.09.2015 | Übersetzt von Sigrid Ruschmeier 
Gelesen von Simon Jäger | Hörbuch | 1 MP3-CD | Laufzeit: 11h 59
ISBN: 978-3-8445-1905-1 | 19,99 € | Kaufen

„Mein Roman ist inspiriert von den prächtigen Wundergeschichten Indiens und des Orients und den Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Ich stellte mir vor, dass es außer unserer Welt noch eine andere geben könnte, bevölkert mit Wesen, die sich heftig in die menschlichen Angelegenheiten einmischen. Alles beginnt damit, dass eines dieser Wesen, Dunia, die Prinzessin des Lichts, sich in den Philosophen Al Ruschd verliebt … Die Handlung erstreckt sich über zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte – über tausendundeine Nacht. Ihr Salman Rushdie“
(Verlagstext)
Das Buch von Salman Rushdie ist abgedreht, skurril und oft satirisch. Mir gefällt die Idee, unsere heutige Gesellschaft in einer fantastischen und durchgedrehten Weise zu parodieren. Rushdies Charaktere sind schillernd und sehr unterschiedlich, bleiben aber manchmal doch zu weit am Rande, als dass sie einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen könnten. 

Die Gesellschaftskritik des Buches ist oft im Nachhinein erkennbar, doch bei Hören, ist sie mir selten sofort aufgefallen. Außerdem scheint es, als würde Rushdie seiner eigenen Geschichte Tribut zollen: In der Handlung des Buches taucht eine Box auf, die Geschichten erzählt. Sie besteht aus vielen verschiedenen Lagen, die jeweils eine andere Geschichte darstellen. Oftmals öffnet sich die nächste Lage, ohne dass die vorherige Geschichte beendet wurde. Genau das scheint auch Salman Rushdies Konzept dieses Buches zu sein. 
So sehr ich die Idee mag, sowohl inhaltlich als auch stilistisch stimmig zu arbeiten, umso mehr führte es dazu, dass ich beim Hören des Buches nicht mehr mitkam und den Faden verlor. Leider ging es mir die längste Zeit so – erst zum Schluss fand die Geschichte einen einheitlichen Weg und es wurde leichter, der Erzählung zu folgen. Zu oft wechseln Schauplätze und Charaktere, zu oft beginnt ein neuer Erzählstrang, ohne dass der vorherige abgeschlossen oder zumindest logisch zur Seite gelegt wurde. 

Nachdem ich also sehr lange Zeit nicht wirklich mitgekommen bin, hat mich das Hörbuch zum Ende hin wieder gütig stimmen können. Es ist auf jeden Fall einen Blick wert, denn Salman Rushdie schafft es, scheinbar unpassende Sachen gekonnt zusammenzuführen. 

Sprecher

Simon Jäger macht seinen Job als Sprecher ausgezeichnet. Er synchronisierte bisher Matt Damon und Heath Ledger fürs Fernsehen und wer die Stimme kennt, weiß, dass er sehr vielseitig und interessant spricht. Dass mich das Hörbuch nicht überzeugen konnte, liegt also nicht an Simon Jäger. Mir hat seine Stimme sehr gut gefallen und es war sehr angenehm, ihm zuzuhören. 

Alles in allem gebe ich dem Hörbuch 3 Sterne. Besonders die Vertonung von Simon Jäger hat mich bei meiner Bewertung positiv beeinflusst. Ich denke, dass das größte Hindernis die Umsetzung als Hörbuch ist. Nicht wegen des Inhaltes, den ich sehr spannend und abwechslungsreich fand, sondern wegen der Art der Erzählung. Ich denke, dass „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ als gedrucktes Buch besser funktioniert, da man sich Zeit lassen kann, die geschriebenen Worte wirken zu lassen, nachzudenken und die Zusammenhänge besser zu erkennen. Daher bereue es ein wenig, nicht das gedruckte Buch gelesen zu haben. Da ich aber noch nichts anderes von Salman Rushdie kannte, weiß ich nun, dass er ein komplexer Erzähler ist, der Form und Inhalt verbindet. Somit weiß ich für die Zukunft, dass ich seine Bücher lieber in gedruckter Form lesen sollte.
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Montag, 18. April 2016

{Gedanken} Generation Y

Was bedeutet Generation Y (englisch ausgesprochen why = warum)? Es ist eine Generation, die alles hinterfragt, unsicher ist und für Nichts steht... So zumindest scheinen es die meisten zu sehen. Doch stimmt dies wirklich?

Wir sind eine Generation, die keinen großen Kämpfe mehr ausfechten muss. Gerade in Deutschland ist uns so gut wie alles möglich: Wir haben eine gute und bezahlbare Bildung, staatliche Krankenversicherungen, keine Nahrungsmittelknappheit und die Möglichkeit, unsere Zukunft selbst zu gestalten. Somit haben wir aber auch kein klares Ziel und keinen Kampfgeist. Wir haben nichts, für das wir einstehen müssen, deshalb sind wir unsicher und können uns nicht auf einen Weg festlegen.

Wir sind Optimisten, die auf eine bessere Zukunft hoffen, sehen uns aber Dystopien und Apokalypsen im Fernsehen an. Wir wollen die Welt verbessern, doch schon eine halbe Stunde später überlegen wir, welche Serie wir auf Netflix gucken wollen. Wir wollen etwas Bedeutendes erschaffen und unseren Abdruck hinterlassen, doch wir sind auch sehr unsicher, welchen Weg wir einschlagen sollen.

Erst letztens stieß ich auf einen Kommentar im Internet, in dem der Autor sagt, dass wir "Millennials" in einer unbedeutenden Zeit geboren sind. Wir seien zu spät für die Mondlandung, aber auch zu früh für die alltäglichen Reisen durchs Weltall. Wir seien einfach zur falschen Zeit geboren.

Doch das stimmt nicht! Wir sind in einer sehr wichtigen Zeit geboren! Wir sind die Generation des Umbruchs! Wir müssen nicht mehr so verbittert für unsere eigenen Grundrechte kämpfen und können uns so auf die Welt und ihre Zukunft konzentrieren. Wir sind jetzt diejenigen, die über die Zukunft entscheiden! Werden wir in 50 Jahren in einer Rohstoffkriese stecken oder haben wir bis dahin diese Probleme gelöst? Wird es einen Weltfrieden geben oder werden alle Staatenbündnisse vergangen sein? Werden wir unsterblich sein und die damit verbundenen moralischen Fragen gelöst haben? Werden Roboter und künstliche Intelligenzen zu unserem Alltag gehören? Wenn ja, welchen Gesetzen und welchen Vorstellung werden sie folgen? Werden wir im Einklang mit der Natur leben oder werden wir eine komplett technifizierte Welt sein? Wird die Artenvielfalt der Natur bewahrt oder werden wir Tiger nur noch in Zoos bestaunen können?

Die Lösungen auf all diese Fragen und noch viele, viele mehr liegen nun in unserer Hand. Wir sollten für die beste Zukunft kämpfen und uns nicht zurückhalten. Denn schließlich haben wir den Blick dafür frei, da wir unsere Grundrechte in Deutschland schon haben und deshalb sollten wir diese Möglichkeiten nutzen! Natürlich dürfen wir uns auch mal zurücklehnen und unseren Instagram-Feed checken, den Sonntag mit Seriengucken verbringen und die Augen vor der grausamen Realität weit weg verschließen. Doch wir sollten nie vergessen, die Augen wieder zu öffnen! Manchmal braucht man seine Oasen der Ruhe, aber uns sollte bewusst sein, dass wir auch etwas dafür tun müssen, um diese zu erhalten!

Ihr sagt also, wir seien die "Generation Y", die Generation, die alles hinterfragt, auch sich selbst. Es schwingt eine Belustigung mit, doch für mich ist es kein Witz. Denn ist eine Generation, die Fragen stellt, die Sachen hinterfragt, nicht genau das, was unsere Welt gerade braucht?

{Montagsfrage} Kopfkino beim Lesen?

Es ist wieder Montag und somit auch wieder Zeit für die Montagsfrage von Buchfresserchen!

Wenn du liest, stellst du dir dann bewusst alles vor oder passiert das eher automatisch? Oder liest du einfach ohne Kopfkino?


Wenn ich lese, dann ergibt sich das Bild ganz von alleine. Unterbewusst habe ich schon eine Szenerie vor Augen und auch die Charaktere stelle ich mir schon in groben Zügen vor. 
Allerdings kann das gerade bei den Charateren ziemlich ärgerlich sein, da mein Vorstellung nicht immer dem Aussehen der Protagonisten entspricht. So kann es mal passieren, dass der Held der Geschichte vor meinem inneren Auge braune Haare hat, obwohl im Buch mehrmals betont wird, dass dieser blond ist. 

Passiert euch so etwas auch? 
Oder stellt ihr euch gar nichts beim Lesen vor? 

Mittwoch, 13. April 2016

[Rezension] "We ♥ Fashion"-Reihe von Maya Seidensticker

Erschienen bei Loewe in 2015 | Broschur | 208 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7886-5 | 8,95 € | Kaufen

"We love Fashion" | 1. Röhrenjeans und Schulterpolster | 2. Minirock und Flower-Power3. Paillettenkleid und Federboa
Lucys Traum wird endlich wahr: Sie darf die angesagte Fashion School Bernstein besuchen! Egal, dass das Internat mitten im Brandenburger Nirgendwo liegt – hier kann sie sich rund um die Uhr mit Mode beschäftigen. Und außerdem ist ihre Schwester Hanna dort auch Schülerin. Alles ist perfekt, wäre da nicht die schwierige Aufnahmeprüfung über die Mode der 80er Jahre… Als Hanna und Lucy über das Jahrzehnt recherchieren, passiert das Unglaubliche: Statt auf einer 80er-Jahre-Party landen die beiden in einer Disko im Jahr 1985! 

Die Reihe „we love fashion“ bietet einen coolen Mix aus Zeitreise und Modebegeisterung, in dem die Schwestern Lucy und Hanna so manch witzige Situation und mitreißendes Ereignis erleben. 
(Beschreibung zum ersten Teil der Reihe)
Die Reihe um die zeitreisenden Schwestern Hanna und Lucy ist für junge Mädchen ausgelegt und hat bei jedem Buch der Reihe eine andere Mode-Epoche zum Thema. Das Konzept, die Mode des vergangenen Jahrhunderts durch Zeitreisen zu erkunden, finde ich sehr gelungen. Gerade für ein jüngeres Publikum wird es spannend aufbereitet und bietet neben interessanten Fakten über die damalige Zeit auch eine typische „Teenie-Geschichte“ mit Liebe, Herzschmerz und allem was dazugehört. Ich finde es toll, dass das Autorenduo hinter dem Pseudonym Maya Seidensticker den  jüngeren Generationen die Mode der vergangenen Jahrzehnte somit nahebringen will. 

Dass die Bücher eher für jüngere Leser ausgelegt sind, merkt man den Büchern an. Sie sind recht einfach gestrickt und auch die Sorgen und Nöte der Protagonistinnen sind typische „Teenie-Sorgen“. Trotzdem hatte ich Spaß an den Büchern, da sie sich schnell lesen ließen und eine schöne, lockere Unterhaltung für Zwischendurch sind. 

Das zweite Buch hatte mir nicht so gut gefallen, weshalb ich die Reihe eigentlich nicht mehr weiterlesen wollte. Doch als ich das dritte Buch in meiner Bücherei im Regal fand, entschied ich kurzerhand, es doch noch einmal zu versuchen, da es der bisher letzte Band ist und ich zudem auf die „Goldenen Zwanziger“ gespannt war, die das Buch zum Thema hat. Tatsächlich hat mir der dritte Teil auch am besten gefallen, was vielleicht auch an meinem grundsätzlichen Interesse für diese Zeit liegt. 
Ich kann die Reihe jungen Mädchen, die sich für Mode interessieren, ans Herz legen. In lockerer und lustiger Manier wird hier Wissen über die verschiedenen Mode-Epochen vermittelt und in einen passenden und spannenden Rahmen gelegt. 

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Montag, 11. April 2016

{Montagsfrage} Wenn du ein/e Buch(-reihe) restlos vergessen könntest, um es/sie nochmal neu zu lesen, welche/s wäre das?


Da ich die heutige Montagsfrage ziemlich interessant finde, nehme ich mal wieder daran teil. Die Montagsfrage wird von Buchfresserchen veranstaltet und findet jede Woche statt.


Wenn du ein/e Buch(-reihe) restlos vergessen könntest, um es/sie nochmal neu zu lesen, welche/s wäre das?


Das ist ziemlich einfach zu beantworten: "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers. Und ich rede hier nicht von der Reihe, sondern von dem ersten Buch (das Zweite versuche ich auch zu vergessen, aber aus anderen Gründen ^^) . Jedes Mal, wenn ich das Buch lese begeistert es mich aufs Neue und ich erinnere mich noch sehr gut an einen der wichtigen Wendepunkte und wie ich ihn das erste Mal erlebte. Gerne würde ich das Buch noch einmal ohne Vorwissen lesen und mich in diese tolle Welt entführen lassen. 

Eine Trilogie, die ich gerne auch noch mal ganz neu lesen möchte ist "Die Gilde der schwarzen Magier" von Trudi Canavan. Während meiner Teenie-Zeit habe ich diese Reihe so oft gelesen! Manchmal sogar nur das erste oder das dritte Buch, aber jedes Mal konnte mich die Geschichte wieder packen. Durch diese Trilogie bin ich auch ein großer Trudi Canavan Fan geworden, da ich ihren Schreibstil und ihr Konzept dieser Reihe so toll finde. 

Buchfresserchen hat die "Harry Potter"-Reihe genannt und auch ich hatte kurz überlegt, ob ich sie auch nennen sollte. Doch ehrlich gesagt will ich die Bücher gar nicht vergessen, auch nicht um sie dann unvoreingenommen noch einmal lesen zu können. Gerade die ersten Bücher habe ich unglaublich oft gelesen (das dritte Buch habe ich nach den letzten Erinnerungen bestimmt 10 mal gelesen). Deshalb ist es für mich jedes Mal eine Art "Nach Hause kommen", wenn ich diese Bücher lese. Und tatsächlich ist mir dieses Gefühl wichtiger, als die Geschichte noch einmal neu zu erleben!

Welche Bücher würdet ihr gerne vergessen, nur um sie anschließend noch mal neu lesen zu können?
Ist es vielleicht sogar eines von denen, die ich genannt habe?

Sonntag, 10. April 2016

{Coververgleich} The Scorch Trials - James Dashner


Heute reaktiviere ich eine Aktion, die ich einige Zeit auf meinem Blog durchgeführt habe. Ursprünglich habe ich die Idee von Saras etwas andere Bücherwelt, die mittlerweile die Aktion mit einer weiteren Bloggerin betreut. Leider bin ich irgendwann nicht mehr dazu gekommen, jede Woche einen Coververgleich hochzuladen und die Aktion rückte auf meinem Blog in den Hintergrund. 

Nun ist der Coververgleich wieder zurück! Es gibt jedoch einige kleine Änderungen: Ich werde nicht offiziell an der Aktion von Sara teilnehmen und somit auch nicht jede Woche einen Vergleich durchführen. In Zukunft wird es nur Beiträge geben, wenn ich die Zeit und die Ideen dafür habe. 

Heute möchte ich euch die Cover zu "The Scorch Trials" von James Dashner zeigen. Dies ist der zweite Band der "Maze Runner"-Reihe, der in Deutschland unter "Die Auserwählten in der Brandwüste" bekannt ist. Zu dem Buch ist auch schon die Verfilmung erschienen, die ich mir aber noch nicht angeguckt habe, da ich zuvor das Buch lesen wollte. Wie mir das Buch gefallen hat, werdet ihr nächste Woche in einer Rezension nachlesen können. 

Nun aber zu den verschiedenen Covern...



Bei den letzten beiden Abbildungen handelt es sich um die deutschen Cover. Das erste Bild zeigt die UK-Version, das Zweite die US-Version. Man sieht zudem, dass die deutsche Ausgabe von Chicken House an die UK-Version angelehnt ist. 
Ich selbst habe die UK-Ausgabe zu Hause stehen und finde, dass sie die schönste der gezeigten Ausgaben ist. Der Autorenname ist in Kupferfarben geschrieben, was man in der Online-Ansicht leider nicht sieht. Ich mag es, dass der Titel selbst zum Bild wird und man einen Einblick in die hinter dem Titelblatt liegende (Buch-)Welt erhält.
Die US-Version finde ich auch nicht schlecht, aber meiner Meinung passt sie nicht wirklich zum Buch. Irgendwie erinnert sie mich an Indiana Jones, also eher an Abenteuerreisen mit geheimen Artefakten und mysteriösen Grabanlagen.

Nun gibt es aber noch zwei weitere Ausgaben, die ich im Internet finden konnte. Die Erste der beiden ist die Filmausgabe:


Auch im deutschsprachigen Raum wurde eine Filmausgabe mit diesem Cover veröffentlicht. Ich bin eigentlich kein großer Freund von Filmcovern, aber hier muss ich sagen, dass es ziemlich gut passt und einen guten Eindruck zu dem Buch vermittelt. Es freut mich sehr zu sehen, dass die Verlage sich entschlossen haben auf groß abgebildete Gesichter der Protagonisten zu verzichten.

Und das letzte Cover, dass ich gefunden habe, ist folgendes:


Mir gefällt der minimalistische Stil des Covers sehr, der alle wesentlichen Elemente des Buches widerspiegelt. Gerade wenn man den Inhalt des Buches schon kennt, weiß man, wieso diese Sachen abgebildet sind. An dieser Ausgabe ist besonders interessant, dass sie zusammen mit den beiden anderen Büchern der Trilogie, sowie des Prequels "The Kill Order" ein zusammenhängendes Bild ergibt. Jedes Buch ist dabei in einer anderen Farbe gehalten und zeigt die wichtigsten Elemente des Buches.


Fazit

Ich bleibe bei meiner Ansicht und finde die UK-Version am besten. Aber gerade die zuletzt vorgestellte Ausgabe ist sehr interessant und hätte ich die Trilogie nicht schon, würde ich sie vermutlich in dieser Ausgabe kaufen. Einziger Nachteil: Im September erscheint ein weiterer Teil der Reihe, der dann natürlich nicht mehr in diese Edition passt. Ich bin gespannt, ob sich der Verlag da etwas einfallen lässt, wie man dieses "Puzzle" ergänzen kann oder ob es wieder eine komplett neue Ausgabe geben wird.

Welche Ausgabe findet ihr am Besten? 
Habt ihr die "Maze Runner"-Reihe schon gelesen?


Die Rechte an den Covern liegen bei
den entsprechenden Verlagen.

I do not own any of those artworks.

Mittwoch, 6. April 2016

[Abgebrochen] "Elefanten treffen" von Kristina Schilke


Erschienen bei Piper am 01.03.2016 | Hardcover | 224 Seiten | 
ISBN: 978-3-492-05753-0 | 18,00 € | Kaufen

Dieses Buch ist eine Sammlung von Erzählungen der Debütautorin Kristina Schilke. In ihren Geschichten beschreibt sie verschiedene Schicksale, die alle ungewöhnlicher, aber immer schwerer Natur sind. 
Nach vier Erzählungen, also 79 Seiten, habe ich dieses Buch abgebrochen. Um euch meine Entscheidung zu erklären, muss ich eine Trennung des Buches in Inhalt und Sprache vornehmen. 

Die Sprache, die Kristina Schilke benutzt, ist sehr poetisch und bildhaft. Sie ist sehr angenehm zu lesen und mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Ich denke, dass die Autorin großes Potential hat und ich hoffe, sie kann mich mit einem anderen Werk eventuell mehr ansprechen.  

Warum also habe ich das Buch abgebrochen? 

Schuld daran ist der Inhalt. Zwar ist er weder banal, noch uninteressant, doch einfach nicht mein Fall. Die Geschichten sind teilweise deprimierend, schockierend oder einfach schwer zu ertragen. So jedenfalls ging es mir mit den vier Erzählungen, die ich gelesen habe. Es sind schwere Schicksale, die die Protagonisten erleiden, die für mich weit außerhalb meiner Komfortzone liegen. Im Klappentext des Verlages steht „[…] in diesen Geschichten spiegelt sich die ganze Welt in ihrer Schönheit und Widersprüchlichkeit, sie sind wahr.“ Ich zweifle nicht daran, dass die Erzählungen wahre Schicksale beschreiben, doch sie sind alles andere als schön - sie sind belastend. 

Hätte Kristina Schilke sich eines dieser Schicksale ausgesucht und daraus eine Geschichte entwickelt, die einen Roman alleine gefüllt hätte, dann wäre es mir wohl nicht so schwer gefallen, das Buch zu lesen. Doch diese Ansammlung an schweren Geschichten, hat meine Stimmung sehr runtergezogen und ich hatte dadurch keinen Spaß am Lesen. 

Meine Enttäuschung über das Buch rührt auch zum Teil daher, dass ich mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Durch den Klappentext dachte ich, dass ich Geschichten geboten bekomme, die skurill und außergewöhnlich sind. Geschichten, die die wahre Welt in ihrer Einzigartigkeit und ihrem Anderssein darstellen. Ich denke, dass diese Beschreibung mir ein vollkommen falsches Bild des Inhalts vermittelt hat. 

Es tat mir fast schon leid, das Buch abbrechen zu müssen, da ich den Schreibstil der Autorin sehr mag. Doch als auch nach der vierten Geschichte klar war, dass es wohl die ganze Zeit so weitergeht, habe ich für mich den Schlussstrich gezogen. Ich bin gespannt, ob Kristina Schilke weitere Bücher veröffentlichen wird und dann vielleicht ein Roman schreibt, der mehr in mein Interessengebiet fällt. 

Ob das Buch etwas für euch ist oder nicht, könnt ihr wahrscheinlich am besten entscheiden, wenn ihr eine der Geschichten zum Test lest.  

Da ich das Buch abgebrochen habe, verzichte ich auf eine Bewertung mit Sternen. 

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

(Coverrechte liegen beim Verlag)

Dienstag, 5. April 2016

[Monatsrückblick] Wenig, aber mit großem Highlight



Tja, die Statistik für den Monat März fällt leider etwas mau aus. Trotz, oder wahrscheinlich gerade wegen der Ferien, bin ich kaum zum Lesen gekommen. Im März habe ich aber auch an meiner allerersten Lesenacht teilgenommen! Ich habe zwar weniger gelesen, als ich erwartet habe, dafür konnte ich mich aber mit netten Bloggern austauschen. 

Die Zahlen


Nur 3 ganze Bücher habe ich im März 2016 gelesen. Zwar habe ich noch den Rest von "Das Buch ohne Namen" und einen Teil von "Elefanten treffen" gelesen, aber das ändert trotzdem nicht wirklich etwas am Ergebnis. Ich habe die Seitenanzahl des Vormonats so gut wie halbiert, was zu spärlichen 1026 Seiten führt. Somit habe ich im Schnitt nur 33,1 Seiten am Tag gelesen. Aber ich hatte genug anderes als Lesen zu tun, insofern bin ich darüber auch nicht all zu traurig. Immerhin konnte ich auch ein Buch vom Stapel ungelesener Bücher befreien, dass ich letzten Herbst bei einer Verlosung des Oetinger Verlages gewonnen habe. 

Die Bücher


★★★★ "Das Buch ohne Namen" von Anonymus
Aus dem Vormonat | 174 Seiten | luebbe Rezension

★★★★ "Herr der Krähenmänner" von Thomas Mendl
Kinderbuch | 336 Seiten | Fantasy | Oetinger 

★ "Stockmans Melodie" von João Tordo
Monatshighlight | 256 Seiten | gehobene Literatur | Droemer Rezension

 "We ♥ Fashion - Paillettenkleid und Federboa" von Maya Seidensticker
3. Teil | 208 Seiten | Jugendbuch | Loewe Rezension folgt

{Abgebrochen} "Elefanten treffen" von Kristina Schilke
Erzählungen | 79/224 Seiten | Piper | Meinung

Highlight


Diesen Monat fällt mir die Wahl meines Monatshighlightes nicht schwer. Und das liegt nicht an der geringen Auswahl, sondern vielmehr daran, dass mich "Stockmans Melodie" des portugiesischen Autors João Tordo so begeistert hat! Es hat eine wundervolle poetische Sprache und eine von Spannung durchdrungene Geschichte. Bis zur letzten Seite blieb es spannend und ich freue mich schon sehr darauf, sein nächstes Buch zu lesen, sobald dieses übersetzt wird. Zu diesem Buch habe ich auch eine Rezension geschrieben, in der ihr genau erfahrt, wieso ich dieses Buch so besonders fand. 

Flop

Auch in diesem Bereich fällt mir die Wahl diesen Monat nicht schwer. Denn das erste Mal seit langer, langer Zeit habe ich ein Buch abgebrochen: "Elefanten treffen" von Kristina Schilke. Obwohl die Autorin unglaublich gut schreiben kann und eine schöne, bildliche Sprache hat, konnte mich der Inhalt nicht überzeugen. Viel zu schockierend und deprimierend waren die Erzählungen, die ich gelesen habe. Die genauen Gründe, wieso ich das Buch abgebrochen habe, könnt ihr in meiner Meinung dazu nachlesen.

Fazit

Trotz der wenigen Bücher, die ich gelesen habe, war der Monat für mich ein schöner. Ich habe ein unglaublich tolles Buch gelesen, dass aus einem Genre kommt, in dem ich nicht oft unterwegs bin und ich habe meine erste Uni-Exkursion gehabt, auf der ich sehr viel Spaß hatte und die auch sehr lehrreich war. 

Am Ende des Monats bin ich tatsächlich dazu gekommen endlich mal ein Buch von meinem SuB zu losen, das ich als nächstes lesen würde. Das habe ich mir ja bereits im Februar vorgenommen und bin aber erst jetzt dazu gekommen. Ausgelost habe ich "The Scorch Trials" von James Dashner, dem zweiten Buch der "Maze-Runner"-Serie. Pünktlich zum 1. April habe ich damit begonnen und bin bisher sehr interessiert am Lesen. 
Ansonsten habe ich bisher keinen wirklich festen Leseplan für den April. Ich lasse es so auf mich zukommen. Ein Rezensionsexemplar liegt noch bereit ("Gebrauchsanweisung für Kuba") auf das ich mich sehr freue. Ebenfalls könnt ihr bald meine Meinung zu dem vor kurzem auf Deutsch erschienenen "Game of Thrones"-Ausmalbuch hier auf dem Blog finden. Ich bin auch schon sehr gespannt auf die neue Staffel, die ja Ende des Monats erscheint. Zudem kommt auch bald noch eine Rezension zu einem Hörbuch, dass ich endlich mal zu Ende hören sollte... 

Wie war euer März so? 
Kennt ihr schon "Stockmans Melodie"? 
Habt ihr vielleicht auch "Elefanten treffen" gelesen? Wie ist eure Meinung dazu?