Dienstag, 17. Januar 2017

[Rezension] "Hamburg Rain 2085 - White Knight" von Heike Wahrheit

Erschienen bei Knaur am 1.12.2016 | Zweite Staffel
eBook | 200 Seiten | ISBN: 978-3-426-44371-2 | 2,99 € | Kaufen

"Hamburg Rain 2085" | 1. White Knight 2. L  | 3. Das Versprechen | 4. Visionen | 5. CoP | 6. Fukkatsu

Kneipenwirt Bill McCormick steckt in ernsten Schwierigkeiten. Sein Rechnersystem hat einen Bug. Eine Katastrophe, denn hinter der Fassade des Irish Pub verwahrt der Sicherheitsfanatiker höchst brisante Informationen. Ein Profi muss her, um den Fehler zu finden: Daira, frisch rehabilitierte Ex-Ganovin, gilt nicht umsonst als Expertin für Fehler aller Art. Doch Daira ahnt nicht, welche Kettenreaktion sie in Gang setzt, als sie den Hacker River aufspürt. Gemeinsam öffnen sie das Tor in ein virtuelles Schattenreich und entfesseln eine Macht, vor der kein Geheimnis sicher ist. Als Daira ins Visier der Verräter gerät, beginnt ein tödliches Spiel zwischen Schein und Wirklichkeit.
(Quelle: Knaur)
Das Dystopie-Projekt mehrerer Autoren unter der Schirmherrschaft von Rainer Wekwerth geht weiter! 

In „White Knight“ trifft der Leser Daira wieder, die technikaffine und kampfkunsterprobte Kriminelle aus den Ebenen unterm Meeresspiegel. Als Leserin habe ich Daira in der ersten Staffel von „Hamburg Rain“ im Buch „Sundown“ (ebenfalls aus der Feder Heike Wahrheits) kennen lernen dürfen. Die taffe Protagonistin konnte mich damals schon beeindrucken und für sich gewinnen, sodass ich froh war, zu erfahren, wie es mit ihr weitergeht. In „White Knight“ zeigt sie erneut, was für eine außergewöhnliche Frau sie ist, auch wenn sie in diesem Teil mehr Schwächen zeigt.

Mir hat besonders der leichte Themenwechsel gefallen, dem das zweite Buch von Heike Wahrheit in der Serie folgt. Denn ging es im ersten Buch eher um Dairas technische Fähigkeiten und actiongeladene Kämpfe mit den Gangs der Unterwelt, so steht hier die digitale Welt und die ausgeprägte Gaming-Community Hamburgs im Fokus. Der Wechsel ist logisch nachvollziehbar und bringt neuen Wind in die Geschichte.

Das Hamburg des Jahres 2085 ist sehr eindrucksvoll beschrieben und ich hatte sofort die Schauplätze vor Augen. Ein kleiner Kritikpunkt hingegen sind die, in diesem Teil doch öfter vorkommenden, Anglizismen. Zwar sind diese äußerst nachvollziehbar und für die Gaming-Szene der Zukunft bestimmt authentisch, doch wenn dort steht „Wir labeln dich für […]“, dann muss ich schon zweimal hingucken um zu verstehen, dass das Verb dort vom englischen „Label“ (Marke, Etikett, Verb: kennzeichnen) kommt. Doch da dies nicht oft vorkam und es im Sinne der zukünftigen Gesellschaft steht, ist dies kein wirklicher Makel in meinen Augen.

Was mich allerdings (erneut) stört, ist das schnelle Ende, was allen Büchern der „Hamburg Rain“-Serie gemein ist. Da arbeitet die Geschichte lange auf den Klimax hin und dann ist sie aber innerhalb weniger Seiten aufgelöst. Doch zugegeben, in „White Knight“ war es besser, als in den Teilen der ersten Staffel. 
Mit „White Knight“ legt Heike Wahrheit wieder ein tollen Teil der Serie vor, der die Geschichte ihrer Protagonistin Daira weitererzählt, aber auch neue Fassetten der dystopischen Welt zum Vorschein bringt.

Kleine Makel gibt es zwar, diese stören aber nicht das Gesamtbild und sind wohl eher auf meine eigenen Vorlieben zurückzuführen, als auf einen Fehler seitens der Autorin. Ich kann „White Knight“ weiterempfehlen, vor allem an die, die mehr über die skurrile Welt der Gamer in Hamburg Rain erfahren will, die bereits in den Büchern der ersten Staffel mehrmals angerissen wurde. 
Ich bedanke mich bei Heike Wahrheit und dem Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Sonntag, 15. Januar 2017

[Rezension] "Echo Boy" von Matt Haig

Erschienen bei dtv am 9.12.2016 | Übersetzt von Violeta Topalova
Taschenbuch | 400 Seiten | ISBN: 978-3-423-71712-0 | 11,95 € | Kaufen

Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos«, darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr...
(Quelle: dtv)
Als ich mir den Klappentext zu „Echo Boy“ durchgelesen habe, war ich sofort interessiert, auch wenn der Text zunächst etwas kitschig-romantisch klang. Ich lese selten Liebesgeschichten, doch ab und zu finde ich so etwas schön. Das Buch konnte mich dann aber noch viel mehr überzeugen, da es im Buch zwar eine Liebesgeschichte gibt, die auch wichtig für die Protagonisten, die Handlung und die großen Fragen im Buch ist, doch sie ist zart und unscheinbar im Hintergrund. Das Augenmerk des Buches liegt viel eher in der aktiven Handlung, in der es um Verschwörungen, Geheimnisse und die Technik der Zukunft geht. Für mich ist das Buch also sehr ideal.

Die Welt

Matt Haigs Zukunftswelt ist sehr geprägt von Technik und Robotern. Viele Teile Europas sind überschwemmt oder zu unerträglich heißen Wüsten geworden. Die neuste Errungenschaft sind sogenannte Echos, die zwar wie Roboter sind, jedoch einen fast menschlichen Körper haben.
Die Welt hat mir ausgesprochen gut gefallen, vor allem auch, da Matt Haig auf die vielen kleinen Dinge eingeht, die neu in dieser Welt sind und die mich bei Science-Fiction-Romanen immer sehr interessieren. Doch keine Angst! Er tut dies im Rahmen der Geschichte und zusammen mit der Protagonistin Audrey erkundet man diese Welt.

Die Liebesgeschichte

Wie bereits erwähnt, ist die Liebesgeschichte in diesem Buch eher im Hintergrund und weniger präsent, als man von der Beschreibung her vermuten könnte. Sie ist aber Dreh- und Angelpunkt der großen Fragen des Buches: Was macht uns menschlich und kann eine „Maschine“ fühlen? Die Liebesgeschichte dafür zu benutzen, ist keine neue Erfindung, doch Matt Haig hat ein sympathisches Protagonisten-Duo erschaffen, das diese Geschichte mit Leben füllt. An einer Stelle hatte ich jedoch zu bemängeln, dass es zu plötzlich kam, dass die Verliebtheit hereinbrach. Gerade wegen der Hintergrundgeschichte kam es etwas falsch vor. Aber da die Liebesgeschichte nur den Hintergrund bildete und die Action im Vordergrund stand, konnte ich leicht darüber hinwegsehen.

„Echo Boy“ hat mir trotz einiger kleiner „Schönheitsfehler“ sehr gut gefallen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Welt der Zukunft, wie Matt Haig sie sich ausgedacht hat, zu erkunden und zusammen mit Audrey und Daniel die vielen Geheimnisse zu lüften. Es war zudem auch sehr spannend und warf grundsätzliche Fragen über Menschlichkeit auf. Das Buch bietet zudem noch Potential für eine Fortsetzung, die aber nicht notwendig ist – das Buch ist in sich abgeschlossen.
Gerade Jugendlichen kann ich das Buch sehr empfehlen! Es ist von allem etwas dabei: Liebe, Action, Philosophie und die Faszination neuer Welten.

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Samstag, 7. Januar 2017

Willkommen 2017!



Hallo, liebe Igelfreunde! 


Ich weiß, ich bin ein wenig spät dran, aber ich wünsche euch allen ein frohes Neues Jahr! Ich hoffe, für euch hat es mit viel Freude und Spaß begonnen.

Von mir gab es über die Feiertage nicht viel zu lesen, da ich mir spontan eine Social-Media-Auszeit genommen habe. Ich habe zwar immer mal wieder bei Instagram, Facebook, etc. vorbeigeschaut, aber hab mich selbst zurückgehalten. Doch nun bin ich wieder da!

Vielleicht hat ja jemand von euch mal vorbeigeschaut und bemerkt, dass sich ein paar Kleinigkeiten hier verändert haben: Meine Follower-Buttons findet ihr ab jetzt direkt unter meinem Bild und nicht mehr in der Leiste oben. Außerdem habe ich meine Challenge-Seite aktualisiert und ihr könnt nun wenn ihr einfach auf den Menüpunkt "Challenges" klickt, eine Übersicht aller Challenges sehen, an denen ich 2017 teilnehmen möchte. Im Drop-Down-Menü findet ihr dann die detaillierten Challengeseiten.

Auch ein Fazit über meine Challenges in 2016 habe ich geschrieben: >Fazit<

In den nächsten Tagen könnt ihr auf die Rezensionen zu "Echo Boy" von Matt Haig und "White Knight" von Heike Wahrheit gespannt sein. Letzteres ist Teil der zweiten Staffel der Dystopie-Reihe "Hamburg Rain 2085". 

Mein Vorsatz, bzw. mein Ziel für 2017 ist, mehr und vielfältiger zu bloggen. Leider muss ich jetzt schon sagen, dass es im Januar hier wohl eher still zugehen wird, da ich in der ersten Februarwoche meine Prüfungen schreibe und natürlich mehr Zeit dafür freistellen muss. Deshalb keine Angst: Ich hab euch nicht vergessen! Auch 2017 möchte ich euch neue Bücher vorstellen, Buchtipps vergeben und an vielen Aktionen teilnehmen! 

Ich habe eine Verlosung vorbereitet, die gegen Ende Januar startet. Genaueres erfahrt ihr, sobald es soweit ist! 

Ich freue mich sehr auf ein neues Jahr mit euch!